Chloroquin & Hydroxychloroquin bei COVID-19: Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

COVID-19 ist eine durch das Virus SARS-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung. Während der Pandemie wurden verschiedene bereits zugelassene Medikamente auf ihre Wirksamkeit gegen das Virus untersucht.

Chloroquin (CQ) und Hydroxychloroquin (HCQ) sind etablierte Wirkstoffe, die primär zur Behandlung von Malaria sowie rheumatologischen Erkrankungen eingesetzt werden. Zu Beginn der Pandemie wurden sie als vielversprechende Therapie- und Prophylaxeoptionen für COVID-19 diskutiert und häufig eingesetzt.

Dieser Cochrane Review (2021) evaluiert die Wirksamkeit und Sicherheit von CQ und HCQ. Untersucht wurde sowohl die Behandlung von infizierten Personen als auch die prä- und postexpositionelle Prophylaxe bei gefährdeten Gruppen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review betont unmissverständlich, dass Hydroxychloroquin keinen klinischen Nutzen bei der Behandlung von COVID-19 bietet, jedoch mit einer signifikanten Zunahme unerwünschter Ereignisse assoziiert ist. Es wird daher von den Autoren nachdrücklich geschlussfolgert, dass der Einsatz bei COVID-19 nicht gerechtfertigt ist und keine weiteren Behandlungsstudien durchgeführt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Der Cochrane Review zeigt mit hoher Vertrauenswürdigkeit der Evidenz, dass Hydroxychloroquin keinen Einfluss auf die Gesamtmortalität bei COVID-19 hat.

Laut der Meta-Analyse bringt auch die Kombination mit Azithromycin keinen klinischen Nutzen bezüglich Sterblichkeit oder Beatmungspflichtigkeit. Stattdessen steigt das Risiko für Nebenwirkungen wie QT-Zeit-Verlängerungen.

Die ausgewerteten Studien zeigen keinen signifikanten Effekt von Hydroxychloroquin bei der Verhinderung einer symptomatischen COVID-19-Erkrankung nach Exposition. Die Autoren stufen einen prophylaktischen Nutzen als unwahrscheinlich ein.

Die Datenlage belegt, dass das Risiko für unerwünschte Ereignisse unter Hydroxychloroquin im Vergleich zu Placebo fast dreimal so hoch ist. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten jedoch in den untersuchten Studien nicht signifikant häufiger auf.

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Quelle: Cochrane Review: Chloroquine or hydroxychloroquine for prevention and treatment of COVID-19 (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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