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Sondenernährung bei Frühgeborenen mit GERD: Cochrane

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist bei Frühgeborenen und Säuglingen mit niedrigem Geburtsgewicht besonders häufig. Dies liegt laut dem Cochrane-Review an einem noch nicht vollständig entwickelten Antirefluxmechanismus, was zu vermehrtem Regurgitieren führt.

Säuglinge, die nicht selbstständig saugen können, sind auf eine intragastrale Sondenernährung angewiesen. Diese kann entweder als intermittierende Bolusgabe oder als kontinuierliche Nahrungszufuhr erfolgen.

Es wird vermutet, dass die Wahl der Ernährungsmethode einen positiven oder negativen Einfluss auf die Häufigkeit und den Schweregrad der Refluxerkrankung haben könnte. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Reviews.

Empfehlungen

Der vorliegende Cochrane-Review untersuchte, ob eine kontinuierliche oder eine intermittierende intragastrale Sondenernährung die Anzahl und Dauer von Refluxepisoden bei Frühgeborenen reduziert.

Fehlende Evidenz

Die Autoren stellen fest, dass aktuell keine randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) oder quasi-RCTs vorliegen, die die Einschlusskriterien des Reviews erfüllen. Folgende geplante Aspekte konnten mangels Daten nicht bewertet werden:

  • Effekte der kontinuierlichen versus intermittierenden Bolusgabe auf die Refluxkrankheit

  • Einfluss des Gestationsalters oder Geburtsgewichts im Rahmen von Subgruppenanalysen

  • Auswirkungen der Frequenz von intermittierenden Bolusgaben

Forschungsbedarf

Aufgrund der fehlenden Datenlage können keine evidenzbasierten Empfehlungen für oder gegen eine der beiden Ernährungsmethoden ausgesprochen werden. Der Review schlussfolgert, dass gut konzipierte und ausreichend gepowerte Studien dringend erforderlich sind, um diese klinische Fragestellung zu klären.

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💡Praxis-Tipp

Da laut dem Cochrane-Review aktuell keine Evidenz aus randomisierten Studien zur Überlegenheit der kontinuierlichen oder intermittierenden Sondenernährung bei Frühgeborenen mit Reflux vorliegt, muss die Wahl der Methode weiterhin auf individuellen klinischen Erfahrungswerten basieren. Es wird betont, dass die aktuelle Studienlage keine standardisierte Bevorzugung eines bestimmten Regimes zulässt.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane-Review gibt es aktuell keine Evidenz aus randomisierten Studien, die zeigt, ob eine kontinuierliche oder eine intermittierende Bolusernährung vorteilhafter ist. Es konnten keine entsprechenden Studien identifiziert werden.

Der Review erklärt, dass der Antirefluxmechanismus bei Frühgeborenen und Säuglingen mit niedrigem Geburtsgewicht oft noch nicht vollständig entwickelt ist. Dies führt zu einer erhöhten Neigung zu exzessivem Regurgitieren.

Aufgrund des Mangels an eingeschlossenen Studien können laut den Autoren keine evidenzbasierten Empfehlungen zur optimalen Frequenz von intermittierenden Bolusgaben gegeben werden. Es besteht ein dringender Bedarf an weiteren klinischen Studien.

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Quelle: Cochrane Review: Continuous versus bolus intermittent intragastric tube feeding for preterm and low birth weight infants with gastro-oesophageal reflux disease (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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