CochraneIa2021PädiatriePneumologie

Bronchiolitis: Flüssigkeitsgabe enteral vs. parenteral

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Behandlung von Kindern unter zwei Jahren, die wegen einer Bronchiolitis hospitalisiert werden, erfolgt primär supportiv. Bis zu 50 Prozent der betroffenen Säuglinge benötigen aufgrund von Dehydratation oder Problemen bei der oralen Nahrungsaufnahme eine nicht-orale Flüssigkeitstherapie.

Die beiden am häufigsten angewendeten Methoden sind die parenterale intravenöse (IV) Gabe und die enterale Zufuhr über eine Magen- oder Nasensonde. Dieser Cochrane Review untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit beider Verfahren.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract einer Meta-Analyse von zwei randomisiert-kontrollierten Studien mit insgesamt 810 Kindern.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die enterale Flüssigkeitstherapie über eine Sonde bei Säuglingen mit Bronchiolitis der intravenösen Gabe in praktischen Aspekten überlegen ist. Es wird eine deutlich höhere Erfolgsrate bei der Erstanlage beschrieben, was dem Kind potenziell wiederholte Punktionsversuche erspart. Zudem ist ein Wechsel der Therapieform im Verlauf seltener erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review gibt es hinsichtlich der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus keinen Unterschied zwischen enteraler Sonde und intravenöser Gabe. Die enterale Sonde bietet jedoch Vorteile bei der Erstanlage und führt seltener zu einem Therapiewechsel.

Nein, die Studienergebnisse zeigen keinen relevanten Unterschied in der Liegezeit. Die theoretische und tatsächliche Aufenthaltsdauer ist bei beiden Therapieformen vergleichbar.

Schwere unerwünschte Ereignisse sind bei beiden Methoden selten. Der Review berichtet jedoch, dass lokale Komplikationen nach der Entlassung bei intravenösen Zugängen häufiger auftreten als bei enteralen Sonden.

Die Auswertung der Studien zeigt, dass die Zufriedenheit der Eltern bei beiden Modalitäten hoch ist. Die Art der Flüssigkeitszufuhr scheint die elterliche Akzeptanz nicht negativ zu beeinflussen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Parenteral versus enteral fluid therapy for children hospitalised with bronchiolitis (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.