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Autismus: Cochrane zu Acetylcholinesterase-Hemmern

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Autismus-Spektrum-Störung ist eine neurologische Entwicklungsstörung. Sie ist durch Beeinträchtigungen in der sozialen Kommunikation sowie durch restriktive, repetitive Verhaltensweisen gekennzeichnet.

Der Neurotransmitter Acetylcholin spielt eine Rolle bei Aufmerksamkeit und Gedächtnis. Es wird vermutet, dass ein niedriger Acetylcholinspiegel zur Symptomatik von Autismus beitragen könnte.

Acetylcholinesterase-Hemmer wie Donepezil, Galantamin und Rivastigmin werden daher als mögliche medikamentöse Therapieansätze untersucht. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract eines Cochrane Reviews, der die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Medikamente bei Autismus evaluiert.

Empfehlungen

Der vorliegende Cochrane Review fasst die aktuelle Evidenzlage zur Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen mit Acetylcholinesterase-Hemmern zusammen.

Allgemeine Evidenzlage

Es wird festgestellt, dass die Evidenz für die Wirksamkeit von Acetylcholinesterase-Hemmern bei autistischen Erwachsenen gänzlich fehlt. Für autistische Kinder wird die Evidenz als sehr unsicher eingestuft.

Studienergebnisse im Vergleich

Der Review schließt lediglich zwei randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt 74 Teilnehmern ein. Die Ergebnisse zeigen kaum signifikante klinische Verbesserungen.

Wirkstoff / KombinationAltersgruppeWirkung auf KernsymptomeNebenwirkungen
Galantamin + Risperidon4 bis 12 JahreKein relevanter Unterschied zu PlaceboErhöht (75 % vs. 35 %)
Donepezil (Monotherapie)8 bis 17 JahreKein Nachweis eines Unterschieds zu PlaceboUnzureichend dokumentiert

Spezifische Symptomkomplexe

Laut Review zeigt sich unter der Kombination von Galantamin und Risperidon eine geringfügige Reduktion der Irritabilität (Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit). Auf Hyperaktivität konnte kein Effekt nachgewiesen werden.

Unter Donepezil ergab sich kein Nachweis für eine Verbesserung der sozialen Kommunikation oder der repetitiven Verhaltensweisen (Evidenz von sehr niedriger Vertrauenswürdigkeit).

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💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review weist darauf hin, dass der Einsatz von Acetylcholinesterase-Hemmern bei Autismus-Spektrum-Störungen derzeit nicht durch ausreichende Evidenz gestützt wird. Es wird hervorgehoben, dass unter der Therapie mit Galantamin vermehrt unerwünschte Ereignisse auftreten können. Ein routinemäßiger Off-Label-Einsatz dieser Substanzklasse zur Behandlung von Autismus-Kernsymptomen lässt sich aus den aktuellen Daten nicht ableiten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem aktuellen Cochrane Review gibt es keine ausreichende Evidenz für eine Wirksamkeit. Bei Kindern ist die Datenlage sehr unsicher, bei Erwachsenen fehlen Studien komplett.

Der Review zeigt, dass Galantamin in Kombination mit Risperidon keinen relevanten Unterschied im Vergleich zu Placebo bewirkt. Die Evidenz hierfür wird als sehr niedrig eingestuft.

Die Auswertung deutet darauf hin, dass unerwünschte Ereignisse unter Galantamin häufiger auftreten als unter Placebo. In einer Studie waren 75 Prozent der behandelten Kinder im Vergleich zu 35 Prozent in der Kontrollgruppe betroffen.

Es konnte kein Nachweis erbracht werden, dass Donepezil repetitive oder restriktive Verhaltensweisen bei Autismus verbessert. Die verfügbaren Daten weisen eine sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit auf.

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Quelle: Cochrane Review: Acetylcholinesterase inhibitors for autistic spectrum disorders (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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