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Chronisches Koronarsyndrom (CCS): Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die 2019 veröffentlichte Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC), kommentiert durch die DGK, ersetzt den bisherigen Begriff der stabilen koronaren Herzkrankheit (KHK). Stattdessen wird der Terminus des chronischen Koronarsyndroms (CCS) eingeführt.

Diese Namensänderung soll der Dynamik atherosklerotischer Plaqueveränderungen Rechnung tragen. Die Erkrankung verläuft in stabilen und instabilen Phasen, welche durch Lebensstiländerungen und medikamentöse Therapien positiv beeinflusst werden können.

Zur besseren Strukturierung des klinischen Alltags definiert das Dokument sechs spezifische klinische Szenarien. Zudem wird das Konzept der klinischen Wahrscheinlichkeit eingeführt, welches klassische Risikofaktoren in die Diagnostik einbezieht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Hinweis für den klinischen Alltag ist die deutliche Abwertung des Belastungs-EKGs in der Diagnostik des chronischen Koronarsyndroms. Laut Leitlinie führt die Anwendung bei Patienten mit niedriger Vortestwahrscheinlichkeit häufig zu falsch-positiven Befunden und unnötigen invasiven Folgeuntersuchungen. Es wird stattdessen empfohlen, primär auf moderne bildgebende Verfahren wie die koronare CT-Angiographie oder Ischämietests zurückzugreifen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für CCS-Patienten mit hohem Risiko einen LDL-Zielwert von unter 55 mg/dl. Zudem wird eine Senkung um mindestens 50 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert gefordert.

Das Belastungs-EKG wird laut Leitlinie nur noch als Alternative empfohlen. Es sollte primär dann eingesetzt werden, wenn nichtinvasive oder invasive Bildgebungsverfahren nicht zur Verfügung stehen.

Bei Patienten mit vasospastischen Veränderungen empfiehlt die Leitlinie den Einsatz von Kalziumantagonisten und/oder Nitraten. Zudem wird zu einer Gewichtsabnahme und einer Anpassung der Lebensgewohnheiten geraten.

Bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten wird eine längerfristige Kombinationstherapie über 12 Monate hinaus empfohlen. Bei Patienten mit deutlich erhöhtem Blutungsrisiko besteht jedoch die Möglichkeit, die duale Therapie bereits nach vier Wochen zu beenden.

Eine Revaskularisation wird laut Leitlinie primär bei Patienten mit medikamentös therapierefraktärer Angina pectoris empfohlen. Die Ergebnisse der ISCHEMIA-Studie zeigen zudem, dass eine konservative Therapie bei stabiler KHK oft nicht unterlegen ist.

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Quelle: Kommentar zu den Leitlinien (2019) der ESC zum chronischen Koronarsyndrom (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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