Brivudin: Interaktion mit Fluoropyrimidinen und Abstand
Hintergrund
Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2020 warnt vor einer lebensbedrohlichen Wechselwirkung. Diese betrifft das Virustatikum Brivudin und Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Fluoropyrimidine.
Brivudin wird in der Praxis zur Behandlung von Herpes zoster bei immunkompetenten Erwachsenen eingesetzt. Der Wirkstoff hemmt das Enzym Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD).
Dieses Enzym ist essenziell für den Abbau von Pyrimidin-basierten Arzneimitteln. Eine Hemmung durch Brivudin führt laut Dokument zu einer Akkumulation der Fluoropyrimidine und damit zu einer massiv verstärkten, potenziell tödlichen Toxizität.
💡Praxis-Tipp
Der Rote-Hand-Brief warnt eindringlich davor, dass die Interaktion zwischen Brivudin und Fluoropyrimidinen (wie 5-FU oder Capecitabin) potenziell tödlich verläuft. Es wird betont, dass ein striktes therapiefreies Intervall von mindestens vier Wochen nach dem Ende der Brivudin-Gabe zwingend einzuhalten ist, bevor eine Fluoropyrimidin-Therapie gestartet wird.
Häufig gestellte Fragen
Brivudin hemmt das Enzym Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD). Laut Rote-Hand-Brief führt dies zu einer Akkumulation von 5-FU, was eine potenziell tödliche Toxizität zur Folge hat.
Das Dokument gibt vor, dass nach dem Ende einer Behandlung mit Brivudin zwingend eine Wartezeit von mindestens vier Wochen eingehalten werden muss. Erst danach darf eine Therapie mit Fluoropyrimidinen begonnen werden.
Nein, der Rote-Hand-Brief stuft Brivudin bei immungeschwächten Personen als streng kontraindiziert ein. Dies betrifft beispielsweise Personen unter oder nach einer Chemotherapie.
Ja, die Warnung schließt ausdrücklich auch topische Präparate ein. Auch bei lokaler Anwendung muss das vierwöchige Intervall beachtet werden.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Brivudin: Potenziell tödliche (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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