Flucytosin bei DPD-Mangel: Toxizität & Kontraindikation

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Drug Safety Mail 2020-39 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) fasst einen Rote-Hand-Brief zu Flucytosin (Ancotil®) zusammen. Dieser thematisiert aktualisierte Empfehlungen zur Anwendung bei einem Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Mangel (DPD-Mangel).

Flucytosin ist ein Antimykotikum, das im Körper als Prodrug zu 5-Fluorouracil (5-FU) verstoffwechselt wird. Das Enzym DPD ist dabei geschwindigkeitsbestimmend für den Abbau von 5-FU.

Bei einem DPD-Mangel reichert sich der Wirkstoff an, was das Risiko für schwere toxische Reaktionen deutlich erhöht. Zu den typischen toxischen Symptomen zählen Schleimhautentzündungen, Durchfall, Neutropenie und Neurotoxizität.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die AkdÄ weist darauf hin, dass vor dem Start einer Flucytosin-Therapie bewusst auf einen DPD-Test verzichtet wird, um die antimykotische Behandlung nicht zu verzögern. Es wird empfohlen, bei Behandelten unter Flucytosin engmaschig auf toxische Symptome wie Schleimhautentzündungen, Diarrhö oder Neutropenie zu achten. Bei einem entsprechenden Verdacht sollte die DPD-Aktivität nachträglich bestimmt werden.

Häufig gestellte Fragen

Flucytosin ist ein Prodrug, das im Körper zu 5-Fluorouracil (5-FU) umgewandelt wird. Das Enzym DPD ist für den Abbau von 5-FU verantwortlich. Fehlt dieses Enzym, reichert sich der Wirkstoff an und führt laut AkdÄ zu schweren toxischen Reaktionen.

Nein, der Rote-Hand-Brief schreibt keine Tests vor Behandlungsbeginn vor. Dies dient dem Zweck, eine notwendige antimykotische Therapie nicht lebensgefährlich zu verzögern.

Die AkdÄ nennt als typische toxische Symptome Schleimhautentzündungen, Durchfall, Neutropenie und Neurotoxizität. Bei Auftreten dieser Symptome sollte ein Therapieabbruch erwogen und eine Bestimmung der DPD-Aktivität in Betracht gezogen werden.

Laut AkdÄ sind etwa 3 bis 8 Prozent der Kaukasier von einem partiellen DPD-Mangel betroffen. Ein vollständiger DPD-Mangel ist mit 0,01 bis 0,5 Prozent deutlich seltener.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Flucytosin (Ancotil®): Aktualisierte (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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