Benignes Prostatasyndrom (BPS): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie definiert das benigne Prostatasyndrom (BPS) als variables Verhältnis von benigner Prostatavergrößerung, Blasenauslassobstruktion und Symptomen des unteren Harntrakts (LUTS). Diese drei Komponenten korrelieren nur schwach miteinander.

Epidemiologisch stellt das BPS eine Volkskrankheit dar. Als gut evaluierter Risikofaktor für die Entstehung wird neben dem Alter das metabolische Syndrom beschrieben.

Der natürliche Verlauf der Erkrankung ist meist chronisch progredient. Dies äußert sich in einer Zunahme der Beschwerden, einer Abnahme der maximalen Harnflussrate und einer Zunahme des Restharns.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass eine erhöhte Restharnmenge nicht zwingend eine Blasenauslassobstruktion beweist, da auch eine Detrusorunteraktivität ursächlich sein kann. Es wird betont, dass bei alleiniger Erhöhung des Restharnvolumens keine deobstruierenden therapeutischen Maßnahmen ohne weitere Diagnostik durchgeführt werden sollten (Empfehlungsgrad B).

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie besteht eine Therapieindikation üblicherweise bei einem Internationalen Prostata-Symptomenscore (IPSS) von über 7. Voraussetzung ist zudem, dass für den betroffenen Mann ein entsprechender Leidensdruck existiert.

Ein Restharnvolumen von bis zu 50 ml gilt gemäß der Leitlinie als normal. Ein exakter Grenzwert, ab dem zwingend mit Komplikationen am oberen Harntrakt zu rechnen ist, ist für das Restharnvolumen allein nicht definiert.

Bei sehr großen Prostatavolumina wird die offene Adenomenukleation als wichtiges Operationsverfahren beschrieben. Alternativ werden Laser-Enukleationsverfahren wie die HoLEP oder TmLEP unabhängig vom Prostatavolumen als Standardverfahren empfohlen.

Die Leitlinie beschreibt, dass Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (wie Tadalafil) gegenüber α-Blockern einen Vorteil bei einer koinzidenten erektiler Dysfunktion aufweisen. Auch eine Kombination aus 5α-Reduktasehemmern und PDE5-Inhibitoren führt zu einer deutlichen Verbesserung der erektilen Funktion.

Eine Druck-Fluss-Messung wird empfohlen, wenn nach der Basisdiagnostik offene therapierelevante Fragen zur Pathophysiologie bestehen bleiben. Zudem soll sie nach einer erfolglosen invasiven Behandlung durchgeführt werden, falls erneute Eingriffe geplant sind.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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