Beatmungsentwöhnung (NNFR): Weaning und Dekanülierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie befasst sich mit der prolongierten Beatmungsentwöhnung von Patienten in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation (NNFR). Diese Patientengruppe zeichnet sich durch komplexe Schädigungen des Nervensystems und eine hohe Morbiditätslast aus.

Ein zentrales Konzept in der deutschen Versorgung ist das BAR-Phasenmodell. Die Phase B umfasst die Frührehabilitation schwerstbetroffener, oft noch intensivpflichtiger Patienten. Das übergeordnete Ziel ist es, neben der Beatmungsentwöhnung auch das Bewusstsein, die Motorik und die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

Die Leitlinie betont die absolute Notwendigkeit eines multiprofessionellen Teams für einen erfolgreichen Behandlungsverlauf. Dieses Team setzt sich unter anderem aus Ärzten, Pflegefachpersonen, Atmungstherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten zusammen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick in der neurologischen Frührehabilitation ist die alleinige Fokussierung auf die respiratorische Entwöhnung. Die Leitlinie betont, dass das Sekret- und Speichelmanagement sowie die Dysphagietherapie zwingend parallel zur Beatmungsentwöhnung erfolgen sollen. Nur durch ein frühzeitiges Entblocken und den Einsatz von Sprechventilen kann die pharyngo-laryngeale Sensibilität wiederhergestellt und eine erfolgreiche Dekanülierung vorbereitet werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, den erstmaligen Wechsel frühestens nach 7 bis 10 Tagen durchzuführen. Dies gibt dem Stomakanal ausreichend Zeit, sich zu stabilisieren und eine adäquate Wundheilung zu gewährleisten.

Es wird eine diskontinuierliche Beatmungsentwöhnung empfohlen. Hierbei werden Spontanatmungsphasen ohne Gerät schrittweise verlängert und mit Phasen der kontrollierten Beatmung zur Erholung abgewechselt.

Nein, laut Leitlinie ist die NIV bei Patienten mit quantitativen Bewusstseinsstörungen kontraindiziert. Auch bei fehlenden Schutzreflexen oder schwerer Sekretretention wird von einer NIV abgeraten.

Es wird empfohlen, die Schluckfähigkeit mittels klinischer Schluckuntersuchung, Evans-Blue-Test oder einer fiberendoskopischen Untersuchung (FEES) zu evaluieren. Die FEES bietet dabei die höchste diagnostische Sicherheit am Krankenbett.

Die Leitlinie fordert ein systematisches Screening auf Delir und emotionale Störungen bei allen Weaning-Patienten in der NNFR. Bei positivem Befund wird eine frühzeitige psychologische oder psychiatrische Mitbehandlung empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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