Chronische Herzinsuffizienz: NVL 2023

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BÄK/KBV/AWMF (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die chronische Herzinsuffizienz ist ein klinisches Syndrom, das durch eine reduzierte Pumpfunktion oder eine gestörte Füllung des Herzens gekennzeichnet ist. Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) 2023 bietet aktualisierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie dieser häufigen Erkrankung.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext der Leitlinie. Die NVL legt einen starken Fokus auf eine phänotypgerechte Behandlung sowie die parallele Einleitung der medikamentösen Basistherapie.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Paradigmenwechsel der NVL 2023 ist die Empfehlung, die vier Säulen der HFrEF-Therapie parallel zu starten, anstatt sie über Monate sequenziell aufzudosieren. Zudem wird betont, dass SGLT2-Inhibitoren auch bei Personen ohne begleitenden Diabetes mellitus eine feste Indikation darstellen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie macht ein NT-proBNP-Wert von unter 125 pg/ml eine Herzinsuffizienz unwahrscheinlich. Bei Werten über 125 pg/ml wird eine weiterführende kardiologische Diagnostik empfohlen.

Die Basistherapie besteht aus einem ACE-Hemmer oder ARNI, einem Betablocker, einem MRA sowie einem SGLT2-Inhibitor. Diese vier Substanzklassen sollen gemäß der NVL parallel gestartet werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine intravenöse Eisengabe, wenn das Ferritin unter 100 liegt oder die Transferrinsättigung (TSAT) weniger als 20 % beträgt.

Bei einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurffraktion (HFpEF) empfiehlt die Leitlinie primär den Einsatz von SGLT2-Inhibitoren. Zusätzlich sollen Diuretika bei Stauungssymptomen gegeben und Grunderkrankungen konsequent behandelt werden.

Ein implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) wird laut Leitlinie primärprophylaktisch empfohlen, wenn die LVEF trotz optimaler medikamentöser Therapie weiterhin bei ≤ 35 % liegt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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