Axiale Spondyloarthritis: MRT-Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die axiale Spondyloarthritis (axSpA), zu der auch der Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis) zählt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Achsenskeletts. Charakteristisch sind eine Entzündung der Sakroiliakalgelenke und der Wirbelsäule sowie eine starke Assoziation mit dem HLA-B27-Antigen.

Aufgrund des oft schleichenden Beginns mit unspezifischen Rückenschmerzen kommt es häufig zu einer Diagnoseverzögerung von mehreren Jahren. Eine frühzeitige Diagnosestellung ist jedoch essenziell, um strukturelle Läsionen und Funktionseinbußen durch eine adäquate Therapie zu verhindern.

Neben der muskuloskelettalen Beteiligung treten häufig extraskelettale Manifestationen wie eine akute anteriore Uveitis, Psoriasis oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen auf. Zudem weisen Betroffene ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko sowie ein deutlich erhöhtes Risiko für Osteoporose und Wirbelkörperfrakturen auf.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei einer plötzlichen Verschlechterung der Rückenschmerzen bei Personen mit Morbus Bechterew weist die Leitlinie nachdrücklich darauf hin, nicht nur an einen Entzündungsschub, sondern immer auch an eine Wirbelkörperfraktur zu denken. Da die verknöcherte Wirbelsäule wie ein langer Röhrenknochen bricht, sind diese Frakturen auch nach Bagatelltraumata hochgradig instabil und erfordern eine sofortige Bildgebung sowie meist eine operative Versorgung in einem spezialisierten Zentrum.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine MRT der Sakroiliakalgelenke mit Entzündungssequenz (STIR oder T1 mit Kontrastmittel) empfohlen, wenn der klinische Verdacht auf eine axiale Spondyloarthritis hoch ist, das konventionelle Röntgenbild der Gelenke jedoch unauffällig bleibt. Dies gilt insbesondere für jüngere Erwachsene mit kurzer Symptomdauer.

Die Leitlinie empfiehlt, die Effektivität eines neu angesetzten NSAR nach 2 bis 4 Wochen in Maximaldosierung zu überprüfen. Eine kontinuierliche NSAR-Therapie ist laut Leitlinie indiziert, solange diese für eine ausreichende Symptomkontrolle erforderlich ist.

Gemäß der Leitlinie hat Methotrexat keine nachgewiesene Wirkung auf die Wirbelsäulensymptomatik bei Morbus Bechterew und wird für diese Indikation nicht empfohlen. Bei einer klinisch führenden peripheren Arthritis wird stattdessen Sulfasalazin als Basistherapeutikum empfohlen.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass bei einer begleitenden Uveitis oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankung monoklonale TNF-Antikörper (wie Adalimumab oder Infliximab) bevorzugt werden sollten. Das Fusionsprotein Etanercept zeigt in Studien eine geringere Wirksamkeit zur Verhinderung von Uveitis-Schüben.

Es wird in der Leitlinie explizit davon abgeraten, Manipulationen an der Wirbelsäule (Einrenken mit schnellem Kraftimpuls) durchzuführen. Sanfte manuelle Mobilisationstechniken können hingegen zur Verbesserung der Beweglichkeit eingesetzt werden.

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Quelle: Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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