IQWiG2014Pneumologie

DMP Asthma Aktualisierung: IQWiG-Bericht

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht V12-03 aus dem Jahr 2014 untersucht systematisch den Aktualisierungs- und Ergänzungsbedarf des bestehenden Disease-Management-Programms (DMP) Asthma bronchiale. Hierfür wurden zwölf internationale und nationale Leitlinien methodisch bewertet und synthetisiert.

Ziel der Untersuchung war es nicht, eigene Nutzenbewertungen abzugeben. Vielmehr sollten Diskrepanzen zwischen aktuellen evidenzbasierten Leitlinien und der damaligen DMP-Richtlinie aufgezeigt werden.

Die Analyse ergab, dass die meisten Leitlinienempfehlungen inhaltlich mit dem DMP übereinstimmen. Dennoch wurden in spezifischen Versorgungsbereichen, wie der pädiatrischen Therapie und dem berufsbedingten Asthma, detailliertere oder neue Ansätze identifiziert.

Empfehlungen

Der Bericht identifiziert in verschiedenen Versorgungsaspekten potenziellen Aktualisierungsbedarf für das DMP:

Diagnostik und Monitoring

Bei Verdacht auf berufsbedingtes Asthma wird eine detaillierte Arbeitsplatzanamnese sowie die Einbindung der gesetzlichen Unfallversicherung oder eines Gewerbearztes empfohlen (hohe Empfehlungsstärke).

Für die erweiterte Diagnostik des berufsbedingten Asthmas nennt der Bericht zusätzliche Maßnahmen wie Allergie- und Provokationstestungen.

Es wird empfohlen, die Asthmakontrolle als Maßnahme zur Überprüfung des Therapieansprechens regelmäßig zu evaluieren.

Nichtmedikamentöse Therapie

Der Bericht diskutiert einen Ergänzungsbedarf bei der Tabakentwöhnung durch die Kombination von medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien (hohe Empfehlungsstärke).

Für die komplementärmedizinische Behandlung wird der Einsatz der Buteyko-Therapie diskutiert (hohe Evidenz).

Gleichzeitig wird eine negative Empfehlung für den Einsatz von Ionisierern ausgesprochen.

Medikamentöse Stufentherapie

Ziel ist es laut Bericht, die Krankheitskontrolle mit der geringstmöglichen Zahl von Antiasthmatika in der niedrigstmöglichen Dosis aufrechtzuerhalten (hohe Empfehlungsstärke).

Bei einer Therapieintensivierung aufgrund ausbleibenden Erfolgs sollte die Asthmakontrolle nach spätestens vier Wochen erneut überprüft werden.

Für belastungsinduziertes Asthma wird der Einsatz von kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (SABA) als Bedarfsmedikation empfohlen.

Besonderheiten bei Kindern unter 5 Jahren

Die Diagnosestellung in dieser Altersgruppe wird als äußerst schwierig eingestuft, da kein etablierter Goldstandard existiert. Differenzialdiagnostisch sollte auch eine gastroösophageale Refluxkrankheit in Betracht gezogen werden.

Für die medikamentöse Therapie bei Kleinkindern ergeben sich folgende Hinweise:

  • Inhalative Glukokortikosteroide (ICS) sollten eingesetzt werden, wenn die Asthmakontrolle mit Beta-2-Agonisten nicht mehr gegeben ist.

  • Als effektive Alternative zu ICS oder als Add-on-Therapie werden Leukotrienrezeptorantagonisten (LTRA) genannt.

  • Bei Asthmaanfällen wird die Applikation der Medikamente über einen Pulverinhalator mit Spaceraufsatz empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass die Diagnosestellung eines Asthma bronchiale bei Kindern unter fünf Jahren mangels Goldstandard besonders fehleranfällig ist. Es wird empfohlen, bei diagnostischen Unsicherheiten frühzeitig pädiatrische Spezialisten einzubinden und differenzialdiagnostisch auch an eine gastroösophageale Refluxkrankheit zu denken.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht wird der Einsatz von kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (SABA) als Bedarfsmedikation vor körperlicher Anstrengung empfohlen. Zudem wird eine verlängerte Aufwärmphase als nichtmedikamentöse Maßnahme diskutiert.

Wenn die Asthmakontrolle mit Beta-2-Agonisten nicht ausreicht, wird der Einsatz von inhalativen Glukokortikosteroiden (ICS) empfohlen. Alternativ oder als Add-on können Leukotrienrezeptorantagonisten (LTRA) erwogen werden.

Der Bericht betont, dass Inhalatoren nur verschrieben werden sollten, wenn die Patienten oder Eltern im Umgang damit geschult sind. Bei Asthmaanfällen wird die Nutzung eines Pulverinhalators mit Spaceraufsatz empfohlen.

Die Auswertung zeigt, dass für den Einsatz der Buteyko-Therapie als komplementärmedizinische Maßnahme eine hohe Evidenz vorliegt. Dies stellt einen potenziellen Ergänzungsbedarf für strukturierte Behandlungsprogramme dar.

Es wird eine ausführliche Arbeitsplatzanamnese sowie eine erweiterte lungenfunktionsanalytische Diagnostik empfohlen. Zudem sollte frühzeitig die gesetzliche Unfallversicherung oder ein Gewerbearzt in die Ursachenklärung einbezogen werden.

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Quelle: IQWiG V12-03: Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion neuer und relevanter Empfehlungen für das DMP Asthma (IQWiG, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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