AWMF2025Pneumologie

Mukoviszidose: Pseudomonas-Eradikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Mukoviszidose (Cystische Fibrose) führt durch zähen Schleim in den Atemwegen häufig zu chronischen bakteriellen Infektionen. Ein besonders relevanter Erreger ist Pseudomonas aeruginosa (PA), der maßgeblich die Morbidität und Mortalität der Betroffenen bestimmt.

Die AWMF-S3-Leitlinie fokussiert sich auf die Diagnostik und Therapie dieser spezifischen Infektion. Ziel ist es, durch eine frühzeitige Eradikation oder eine langfristige Suppressionstherapie die Lungenfunktion zu erhalten und Exazerbationen zu reduzieren.

Es wird klinisch zwischen einem Erstnachweis, einer intermittierenden und einer chronischen Infektion unterschieden. Diese Einteilung ist laut Leitlinie entscheidend für die Wahl der therapeutischen Strategie und die Intensität der Überwachung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass bei einer chronischen Pseudomonas-Infektion die Ergebnisse einer in-vitro-Resistenztestung nicht zur Steuerung der antibiotischen Therapie herangezogen werden sollten. Es konnte nicht belegt werden, dass eine nach Antibiogramm gesteuerte Therapie bei chronischer Besiedlung zu besseren klinischen Ergebnissen führt. Dennoch wird die Testung zur Überwachung von Multiresistenzen (MRGN) empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie liegt eine chronische Infektion vor, wenn über mindestens ein Jahr in 50 Prozent oder mehr der untersuchten Atemwegsproben Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen wird. Voraussetzung sind mindestens sechs Probenahmen pro Jahr.

Die Leitlinie empfiehlt entweder eine vierwöchige Inhalation mit Tobramycin oder eine dreimonatige Inhalation mit Colistin. Letztere wird in den ersten drei Wochen mit oralem Ciprofloxacin kombiniert.

Es wird empfohlen, regelmäßig die Nierenfunktionswerte sowie die Tal- und Spitzenspiegel des Aminoglykosids im Serum zu bestimmen. Zudem rät die Leitlinie zu regelmäßigen audiologischen Kontrollen aufgrund der potenziellen Ototoxizität.

Die Leitlinie rät davon ab, denselben Wirkstoff oder Wirkstoffe der gleichen Klasse gleichzeitig intravenös und inhalativ zu verabreichen. Eine Kombination unterschiedlicher Antibiotikaklassen ist jedoch laut Leitlinie möglich.

Es wird empfohlen, die Antikörpertiter zum Zeitpunkt des Erstnachweises und ein Jahr nach der Eradikationstherapie zu bestimmen. Ein positiver Titer ohne kulturellen Nachweis hat laut Leitlinie jedoch keinen prädiktiven Wert für eine zukünftige Besiedlung.

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Quelle: Lungenerkrankung bei Mukoviszidose: Pseudomonas aeruginosa (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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