Patellaluxation: Diagnostik, Therapie & MPFL-Plastik

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie der Patellaluxation. Diese Verletzung tritt mit einer Inzidenz von 2 bis 77 pro 100.000 Personen auf. Das Hauptmanifestationsalter liegt zwischen 10 und 20 Jahren.

Als Ursachen werden direkte Traumata oder inadäquate Traumata bei vorbestehenden prädisponierenden Faktoren genannt. Zu diesen Risikofaktoren zählen unter anderem eine Trochleadysplasie, ein Patellahochstand oder ein Genu valgum.

Typische Begleitverletzungen umfassen Läsionen des medialen patellofemoralen Ligaments (MPFL) sowie osteochondrale Abscherverletzungen. Die Leitlinie klassifiziert die Instabilität unter anderem nach Dejour und Frosch.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der isolierten Spaltung des lateralen Retinaculums ("laterales Release") als Standardverfahren. Dieser Eingriff scheint die Stabilität der Patella negativ zu beeinflussen und wird zur operativen Behandlung der Patellaluxation nicht empfohlen. Eine Ausnahme bildet lediglich die Kombination mit einer medialen Stabilisierung bei chronischen Subluxationen mit Kontraktur.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein MRT zur Beurteilung des Knorpelstatus, zum Ausschluss von Flake-Frakturen und zur Beurteilung der MPFL-Rupturlokalisation. Zudem dient es der Identifikation prädisponierender Faktoren wie einer Trochleadysplasie.

Laut Leitlinie erfolgt die geschlossene Reposition durch Kippung der Patella nach lateral und Druck von lateral. Gleichzeitig wird das Kniegelenk extendiert, wofür meist eine zweite Hilfsperson notwendig ist.

Als absolute Indikationen für eine Operation werden osteochondrale Flakefrakturen, nicht retinierbare Patellaluxationen und Luxationsfrakturen genannt. Bei diesen Befunden wird ein operatives Vorgehen empfohlen.

Gemäß der Leitlinie wird ein isoliertes laterales Release nicht empfohlen, da es die Stabilität negativ beeinflussen kann. Es kann lediglich in Kombination mit einer medialen Stabilisierung bei spezifischen chronischen Befunden erwogen werden.

Es wird eine Versorgung mit einer 4-Punkte-Orthese mit stufenweise limitierter Flexion für insgesamt sechs Wochen nach dem Unfallereignis empfohlen. Die Leitlinie merkt an, dass die Dauer der Immobilisation keinen Einfluss auf die Reluxationsrate hat.

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Quelle: S2e-Leitlinie Patellaluxation (S2e) (AWMF, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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