Geriatrisches Assessment Stufe 2: AWMF S1-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Geriatrische Assessment ist ein mehrdimensionaler Ansatz zur Erfassung der funktionellen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten älterer Menschen. Die AWMF S1-Leitlinie fokussiert sich auf das Assessment der Stufe 2, das sogenannte Basisassessment.

Dieses Basisassessment richtet sich an Personen, die bereits als geriatrisch identifiziert wurden. Es dient dazu, therapierelevante Beeinträchtigungen aufzudecken und deren Ausprägung zu quantifizieren, um eine individualisierte Therapieplanung zu ermöglichen.

Die Leitlinie betont die Notwendigkeit, die Instrumentenauswahl an die individuellen Fähigkeiten der untersuchten Person anzupassen. Insbesondere sensorische Defizite wie Seh- oder Hörstörungen müssen im Vorfeld berücksichtigt werden, da sie die Testergebnisse maßgeblich beeinflussen können.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass vor der Durchführung kognitiver oder psychologischer Assessments zwingend die Seh- und Hörfähigkeit überprüft werden sollte. Unerkannte sensorische Defizite führen häufig zu falsch-positiven Ergebnissen in Demenz- oder Depressions-Screenings. Zudem wird empfohlen, bei Erschöpfung der untersuchten Person den Test abzubrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt den 4AT (4 'A's Test) als validiertes Instrument zur Delir-Erkennung. Er erfordert keine spezielle Schulung und ist auch bei unruhigen oder somnolenten Personen anwendbar.

Für Personen, die den Timed Up and Go Test nicht bewältigen, wird die Lübecker Skala der Basis-Mobilität (LSBM) empfohlen. Diese erfasst grundlegende Bewegungsabläufe wie das Drehen im Bett oder das Aufsetzen an die Bettkante.

Laut Leitlinie sind der DemTect und das Montreal Cognitive Assessment (MoCA) im Bereich leichter kognitiver Einschränkungen sensitiver als die Mini Mental State Examination (MMSE).

Wenn eine Selbsteinschätzung nicht mehr möglich ist, empfiehlt die Leitlinie Fremdeinschätzungs-Instrumente. Hierzu zählen die Skala zur Beurteilung von Schmerzen bei Demenz (BESD) oder die BISAD-Skala.

Die Leitlinie nennt die Handkraftmessung mittels Dynamometer oder Vigorimeter. Die Handkraft korreliert mit der Gesamtkörperkraft und spielt eine wichtige Rolle in der Diagnostik der Sarkopenie.

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Quelle: S1-Leitlinie Geriatrisches Assessment der Stufe 2 - Living Guideline (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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