Aufmerksamkeitsstörungen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Aufmerksamkeitsstörungen gehören neben Gedächtnis- und Exekutivstörungen zu den häufigsten Funktionsbeeinträchtigungen nach erworbenen Hirnschädigungen. Sie treten häufig nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata oder bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose und Morbus Parkinson auf.

Eine eingeschränkte Aufmerksamkeit kann die Effektivität der gesamten neurologischen Rehabilitation negativ beeinflussen. Aufmerksamkeit ist dabei kein einheitliches Konstrukt, sondern wird in verschiedene Teilfunktionen untergliedert.

Die Leitlinie klassifiziert die Aufmerksamkeitsfunktionen in folgende grundlegende Dimensionen:

AufmerksamkeitskomponenteZugehörige Dimension
Alertness (Aktivierung)Intensität
Vigilanz (Daueraufmerksamkeit)Intensität
Räumliche AusrichtungRaumorientierung
Selektive/fokussierte AufmerksamkeitSelektivität
Geteilte Aufmerksamkeit (Flexibilität)Selektivität
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie haben zahlreiche Medikamente (z.B. Psychopharmaka, Antiepileptika, Anticholinergika oder Muskelrelaxantien) erhebliche Auswirkungen auf die Aufmerksamkeitsleistung. Es wird daher dringend empfohlen, die aktuelle Medikation bei der Interpretation neuropsychologischer Befunde und insbesondere bei Begutachtungen systematisch zu berücksichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als gute klinische Praxis mindestens 10 Therapiesitzungen. Diese sollten jeweils eine Dauer von 30 bis 60 Minuten umfassen.

Laut Leitlinie können im postakuten und chronischen Stadium seriöse Computerspiele für das Training verwendet werden. Dies gilt insbesondere bei leichten bis mittelschweren Beeinträchtigungen.

Die Leitlinie stellt fest, dass die aktuelle Studienlage für eine medikamentöse Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen nicht ausreicht. Es wird daher keine generelle Empfehlung für eine pharmakologische Behandlung ausgesprochen.

Zur Erfassung der objektiven Ermüdbarkeit (Fatigability) empfiehlt die Leitlinie Tests zur intrinsischen Alertness zu Beginn und am Ende einer mehrstündigen Untersuchung. Subjektive Fatigue sollte hingegen mit validierten Fragebögen erfasst werden.

Für den Einsatz von Virtual Reality (VR) in der Therapie liegt laut Leitlinie noch keine ausreichende Evidenz vor. In der Diagnostik können VR-Methoden jedoch ergänzend genutzt werden, etwa bei Defiziten der geteilten Aufmerksamkeit.

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Quelle: Diagnostik und Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen bei neurologischen Erkrankungen im Erwachsenenalter (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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