Asthma bronchiale: Diagnostik und Stufentherapie
Hintergrund
Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Asthma (2024) definiert Asthma als eine heterogene Erkrankung, die durch chronische Atemwegsentzündungen und variable Symptome gekennzeichnet ist.
Die Leitlinie rückt die Asthmakontrolle in den Fokus der Therapieentscheidungen. Die Einteilung in Schweregrade zur initialen Therapieplanung wurde durch ein konsequentes Monitoring der Symptomkontrolle ersetzt.
Zudem wird eine Differenzierung in verschiedene Phänotypen wie allergisches und nicht-allergisches Asthma vorgenommen. Dies ist besonders für die Auswahl zielgerichteter Therapien bei schweren Verlaufsformen relevant.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie weist ein Bedarf an kurzwirkenden Beta-2-Sympathomimetika (SABA) von mehr als zweimal wöchentlich auf eine unzureichende Asthmakontrolle hin.
In diesem Fall wird die Initiierung oder Intensivierung einer antientzündlichen Langzeittherapie mit ICS empfohlen, um das Risiko für schwere Exazerbationen zu senken.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt die sofortige Inhalation von kurzwirkenden Beta-2-Sympathomimetika (SABA) sowie die frühzeitige Gabe systemischer Corticosteroide. Eine routinemäßige Antibiotikagabe wird ohne Nachweis einer bakteriellen Infektion strikt abgelehnt.
Eine Reduktion der medikamentösen Therapie wird laut Leitlinie erst erwogen, wenn das Asthma für mindestens drei Monate gut kontrolliert ist. Bei saisonalem Asthma kann die Therapie an die Pollenflugzeit angepasst werden.
Es wird ausdrücklich empfohlen, die Therapie mit inhalativen Corticosteroiden (ICS) in der Schwangerschaft fortzuführen, um eine gute Asthmakontrolle zu gewährleisten. Ein unkontrolliertes Asthma stellt ein weitaus größeres Risiko für das ungeborene Kind dar als die medikamentöse Therapie.
Die Leitlinie gibt an, dass hohe FeNO-Werte über 50 ppb bei entsprechender Anamnese stark für ein Asthma und ein gutes Ansprechen auf ICS sprechen. Ein niedriger Wert schließt die Erkrankung jedoch nicht sicher aus.
Die Leitlinie spricht eine starke Negativ-Empfehlung gegen die Monotherapie mit langwirkenden Beta-2-Sympathomimetika (LABA) aus. Diese Medikamente besitzen keine entzündungshemmenden Eigenschaften und können bei alleiniger Gabe das Risiko für schwere Exazerbationen erhöhen.
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Quelle: Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma v5 (NVL, 2024) (BÄK/KBV/AWMF, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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