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Arterielle Hypertonie: Zielwerte und Therapieempfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die ESC/DGK-Leitlinie 2024 führt eine neue Klassifikation ein, die der kontinuierlichen Zunahme des kardiovaskulären Risikos mit steigendem Blutdruck Rechnung trägt. Neben der manifesten Hypertonie wird nun die Kategorie "erhöhter Blutdruck" definiert.

Langanhaltend hohe Blutdruckwerte führen zu subklinischen Organschäden und begünstigen kardiovaskuläre, zerebrovaskuläre sowie renale Erkrankungen. Die Leitlinie betont die Bedeutung von Messungen außerhalb der Arztpraxis zur präzisen Diagnosestellung.

Zudem rückt die patientenzentrierte Versorgung stärker in den Fokus. Eine gemeinsame Entscheidungsfindung und der Einsatz von Single-Pill-Kombinationen sollen die Therapieadhärenz nachhaltig verbessern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie definiert einen neuen systolischen Zielkorridor von 120–129 mmHg für die meisten behandelten Patienten. Zudem wird die frühzeitige Nutzung von Single-Pill-Kombinationen (SPC) bereits als initiale Zweifachtherapie stark betont, um die oft mangelhafte Therapieadhärenz zu überwinden. Es wird geraten, bei älteren oder gebrechlichen Patienten vor Therapiebeginn aktiv auf eine orthostatische Hypotonie zu testen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert Hypertonie ab einem Praxis-Blutdruck von 140/90 mmHg. Werte zwischen 120/70 und 139/89 mmHg werden nun als "erhöhter Blutdruck" klassifiziert.

Für die meisten Erwachsenen wird ein systolischer Zielwert von 120–129 mmHg empfohlen, sofern die Medikation gut vertragen wird. Bei sehr alten oder gebrechlichen Patienten können weniger strenge Ziele unter 140 mmHg erwogen werden.

Es wird eine initiale Zweifach-Kombination aus einem RAS-Blocker (ACE-Hemmer oder ARB) und einem Kalziumkanalblocker oder Diuretikum empfohlen. Diese sollte idealerweise als Single-Pill-Kombination verordnet werden.

Eine Monotherapie wird primär bei Patienten über 85 Jahren, bei mäßiger bis schwerer Gebrechlichkeit oder bei symptomatischer orthostatischer Hypotonie empfohlen. Auch bei Patienten mit lediglich "erhöhtem Blutdruck" und hohem kardiovaskulärem Risiko kann sie initial erwogen werden.

Es wird empfohlen, erhöhte Praxis-Messwerte durch eine ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM) oder häusliche Selbstmessungen (HBPM) zu bestätigen. Dadurch lassen sich eine Weißkittelhypertonie oder eine maskierte Hypertonie besser identifizieren.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Erhöhter Blutdruck und Hypertonie (Version 2024) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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