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Arterielle Hypertonie: Zielwerte und Therapie 2024

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Arterielle Hypertonie ist weltweit einer der häufigsten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität. Die ESC-Leitlinie (2024), kommentiert durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK), zielt auf eine verbesserte Prävention durch strengere Zielwerte und eine frühere Diagnosestellung ab.

Die aktuellen Therapiekontrollraten in Deutschland gelten als unbefriedigend. Daher rückt die Leitlinie eine patientenzentrierte Versorgung und die Vereinfachung von Therapieschemata in den Fokus, um die Adhärenz im klinischen Alltag zu steigern.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie empfiehlt ein generelles Screening auf primären Hyperaldosteronismus mittels Aldosteron-Renin-Quotient bei allen Erwachsenen mit bestätigter Hypertonie ab 140/90 mmHg. Es wird angeraten, diese Diagnostik idealerweise noch vor dem Beginn der medikamentösen antihypertensiven Therapie durchzuführen, um die Interpretation der Laborwerte nicht zu verfälschen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei einer manifesten Hypertonie ab 140/90 mmHg sofort medikamentös behandelt. Bei einem "erhöhten Blutdruck" (120-139/70-89 mmHg) wird eine Therapie nur bei hohem kardiovaskulärem Risiko oder relevanten Begleiterkrankungen empfohlen.

Es wird der Start mit einer dualen Single-Pill-Kombination empfohlen. Diese sollte aus einem RAS-Blocker (ACE-Hemmer oder Sartan) und einem Kalziumkanalblocker oder Diuretikum bestehen.

Die Leitlinie gibt keine feste Tageszeit vor, da große Studien keinen Unterschied zwischen morgendlicher und abendlicher Einnahme zeigten. Es wird empfohlen, die Einnahme an die Gewohnheiten der behandelten Person anzupassen, um die Adhärenz zu fördern.

Als medikamentöses Mittel der Wahl wird die zusätzliche Gabe von Spironolacton empfohlen. Bei Unverträglichkeit oder fehlendem Ansprechen kann eine renale Denervation in spezialisierten Zentren erwogen werden.

Bei Personen über 85 Jahren oder bei mäßiger bis schwerer Gebrechlichkeit wird ein moderateres Ziel von unter 140/90 mmHg empfohlen. Für jüngere Personen gilt primär ein Zielkorridor von 120-129/70-79 mmHg.

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Quelle: DGK-Kommentar zu den Leitlinien der ESC (2024) für die Behandlung von erhöhtem Blutdruck und Hypertonie Aus der Kommission für Klinische Kardiovaskuläre Medizin (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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