Armplexusneuritis (Gardasil): Diagnostik und Verlauf
Hintergrund
Gardasil ist ein Impfstoff zur Prävention von Zervixkarzinomen, Vorstufen maligner Läsionen im Genitalbereich sowie äußeren Genitalwarzen. Er richtet sich gegen die humanen Papillomaviren (HPV) der Subtypen 6, 11, 16 und 18.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet in einer Sicherheitswarnung über neurologische Komplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Im Fokus steht dabei das mögliche Auftreten einer Armplexusneuritis.
💡Praxis-Tipp
Die Publikation weist darauf hin, dass bei unklaren Paresen oder Sensibilitätsstörungen nach einer HPV-Impfung eine Armplexusneuritis als Differenzialdiagnose in Betracht kommt. Auch ein schmerzfreier Verlauf schließt diese Diagnose nicht aus, da atypische Präsentationen möglich sind. Ein plausibles Zeitfenster für impfassoziierte Neuritiden liegt laut Publikation zwischen fünf und 42 Tagen, kann im Einzelfall aber auch leicht überschritten werden.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ werden neben Kopfschmerzen und Schwindel auch Fälle von Guillain-Barré-Syndrom in der Fachinformation genannt. Zudem gibt es Berichte über mögliche Armplexusneuritiden nach der Impfung.
Die klassische neuralgische Schulteramyotrophie beginnt meist mit akuten Schulterschmerzen, gefolgt von motorischen und sensiblen Ausfällen. Es wird jedoch berichtet, dass auch schmerzfreie Verläufe mit Schweregefühl und Paresen auftreten können.
Die Publikation gibt als übliches Zeitfenster für Neuritiden im Zusammenhang mit Impfungen fünf bis 42 Tage an. In Einzelfällen, wie dem gemeldeten Fallbericht, kann dieses Intervall mit 47 Tagen auch etwas länger sein.
Die Diagnose wird klinisch sowie durch elektrophysiologische Untersuchungen und eine MRT des Plexus cervicobrachialis gestellt. Laut Publikation erfolgt zunächst der Ausschluss von entzündlichen Ursachen und Raumforderungen im zentralen Nervensystem.
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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Armplexusneuritis im Zusammenhang mit Gardasil® (AkdÄ, 2008). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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