Argatroban: Verwechslungsgefahr und sichere Dosierung
Hintergrund
Argatroban ist ein direkter Thrombininhibitor. Er wird zur Antikoagulation bei erwachsenen Patienten mit einer heparininduzierten Thrombozytopenie Typ II (HIT II) eingesetzt, die eine parenterale antithrombotische Therapie benötigen.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in der Drug Safety Mail 2018-42 auf zwei Rote-Hand-Briefe zu diesem Wirkstoff hingewiesen. Hintergrund ist die Einführung einer neuen Darreichungsform auf dem Markt, die ein erhebliches Risiko für Medikationsfehler birgt.
Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Sicherheitswarnung der AkdÄ aus dem Jahr 2018.
💡Praxis-Tipp
Laut AkdÄ ist bei der Verordnung und Gabe von Argatroban zwingend auf die genaue Konzentration und den Präparatenamen zu achten. Es wird davor gewarnt, das 100 mg/ml Konzentrat unverdünnt zu verabreichen oder die 1 mg/ml Infusionslösung fälschlicherweise weiter zu verdünnen, da dies zu lebensbedrohlichen Gerinnungsstörungen führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Argatroban ist laut AkdÄ zur Antikoagulation bei erwachsenen Patienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie Typ II (HIT II) indiziert. Es wird bei Patienten eingesetzt, die eine parenterale antithrombotische Therapie benötigen.
Die Sicherheitswarnung wurde herausgegeben, weil eine neue, gebrauchsfertige Infusionslösung (1 mg/ml) auf den Markt kam. Es wird vor der Verwechslungsgefahr mit dem bisherigen Konzentrat (100 mg/ml) gewarnt.
Dies hängt laut Sicherheitswarnung vom verwendeten Präparat ab. Das Argatra Multidose 100 mg/ml Konzentrat muss vor der Verabreichung verdünnt werden, während die Argatroban Accord 1 mg/ml Infusionslösung bereits gebrauchsfertig ist.
Die AkdÄ warnt, dass eine Verwechslung der gebrauchsfertigen Lösung mit dem hochkonzentrierten Präparat zu fatalen Unter- oder Überdosierungen führen kann. Dies kann lebensbedrohliche Folgen für die Blutgerinnung des Patienten haben.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Briefe zu Argatroban 1 mg/ml Infusionslösung (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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