Aortenbogen-Erkrankungen: Diagnostik, TEVAR und FET

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie akuter sowie chronischer Erkrankungen der thorakalen Aorta mit dem Fokus auf den Aortenbogen. Dieser anatomisch eng begrenzte Bereich ist bei nahezu allen thorakalen Aortenpathologien von zentraler Bedeutung, da die Relation zu den Kopf-Hals-Gefäßen stets berücksichtigt werden muss.

Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen das akute Aortensyndrom, Aortendissektionen und degenerative Aneurysmen. Die Inzidenz dieser Erkrankungen nimmt stetig zu, wobei die arterielle Hypertonie als führender Risikofaktor gilt. Auch genetische Syndrome wie das Marfan-Syndrom spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung.

Die Leitlinie betont die Notwendigkeit einer standardisierten, interdisziplinären Versorgung. Es wird empfohlen, die Behandlung in spezialisierten Aortenzentren mit 24/7-Verfügbarkeit für offene und endovaskuläre Verfahren durchzuführen (100 % Konsens).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Hinweis der Leitlinie betrifft die Blutdruckmessung bei einem kompletten Aortenbogenersatz. Es wird empfohlen, routinemäßig beide Arteriae radiales sowie eine Arteria femoralis zu kanülieren. Nur durch diese Kombination kann der zerebrale Perfusionsdruck während des sequenziellen Klemmens der supraaortalen Abgänge sicher überwacht und ein Hyperperfusionssyndrom vermieden werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine invasive Behandlung bei isolierten asymptomatischen Aortenbogenaneurysmata ab einem maximalen Durchmesser von 55 mm. Bei Vorliegen von penetrierenden Ulzera oder Pseudoaneurysmen kann auch bei kleineren Durchmessern eine frühere Intervention erwogen werden.

Laut Leitlinie sollte eine TEVAR bei Personen mit angeborenen Bindegewebserkrankungen nicht durchgeführt werden, sofern die proximale Landezone aus nativem Aortengewebe besteht. In diesen Fällen wird ein offenes chirurgisches Vorgehen bevorzugt.

Es wird empfohlen, dass sowohl die proximale als auch die distale Landezone für eine endovaskuläre Versorgung (TEVAR) eine Länge von mindestens 20 mm aufweisen.

Die Leitlinie empfiehlt den routinemäßigen Einsatz des zerebralen NIRS-Monitorings (Near-Infrared Spectroscopy). Zudem soll bei Eingriffen im hypothermen Kreislaufstillstand eine selektive antegrade Hirnperfusion (SACP) erfolgen.

Es wird empfohlen, im ersten postoperativen Jahr zwei CT-Angiographien (CTA) durchzuführen. Anschließend sollten die Kontrollen laut Leitlinie in jährlichen Abständen erfolgen, wobei alternativ auch eine MRT erwogen werden kann.

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Quelle: Behandlungen von akuten und chronischen Erkrankungen der thorakalen Aorta; Fokus Aortenbogen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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