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Akute Lungenembolie: Risikostratifizierung & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die venöse Thromboembolie mit Manifestation als akute Lungenembolie (LE) ist das dritthäufigste akute kardiovaskuläre Syndrom. Die Inzidenz steigt parallel zur Alterung der Bevölkerung in Europa kontinuierlich an.

Obwohl die altersstandardisierte Mortalität in den letzten Jahren gesunken ist, bleibt die Lungenembolie eine potenziell tödliche Erkrankung. Besonders bei älteren Menschen über 80 Jahren ist das Risiko deutlich erhöht, aber auch bei jüngeren Frauen stellt sie eine relevante Todesursache dar.

Die von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) kommentierte ESC-Leitlinie (2019) fokussiert auf optimierte diagnostische Algorithmen und risikoadaptierte Therapiestrategien. Ein zentrales Ziel ist es, unnötige bildgebende Diagnostik und damit verbundene Strahlenbelastungen durch den gezielten Einsatz von Wahrscheinlichkeitsscores zu vermeiden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein niedriger klinischer Risikoscore (wie der PESI) reicht laut Leitlinie nicht aus, um eine sofortige Frühentlassung zu rechtfertigen. Es wird dringend empfohlen, vor einer ambulanten Weiterbehandlung stets eine rechtsventrikuläre Dysfunktion sowie frei flottierende intrakardiale Thromben mittels Echokardiographie oder CTPA auszuschließen. Zudem wird vor dem routinemäßigen Einsatz einer systemischen Thrombolyse bei intermediär-hohem Risiko aufgrund des ungünstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses (Blutungsgefahr) gewarnt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bei Patienten über 50 Jahren einen altersadaptierten Grenzwert. Dieser berechnet sich aus dem Alter in Jahren multipliziert mit 10 μg/l (z.B. 750 μg/l bei einem 75-jährigen Patienten).

Traditionell werden niedermolekulare Heparine empfohlen. Laut aktueller Leitlinie können jedoch auch die NOAK Edoxaban oder Rivaroxaban als Alternative erwogen werden, wobei bei gastrointestinalen Tumoren wegen erhöhter Blutungsgefahr Vorsicht geboten ist.

Nach einem Erstereignis, das durch einen starken, temporären Risikofaktor (wie eine große Operation oder ein schweres Trauma) ausgelöst wurde, kann die Antikoagulation laut Leitlinie nach 3 Monaten beendet werden. Bei rezidivierenden Ereignissen oder aktiver Krebserkrankung wird eine dauerhafte Therapie empfohlen.

Es wird die Nutzung eines standardisierten, validierten Algorithmus empfohlen, um unnötige Strahlung zu vermeiden. Dieser umfasst die klinische Wahrscheinlichkeit, D-Dimere, Kompressionssonographie der Beine und nur bei Bedarf eine CT-Pulmonalisangiographie.

Die Leitlinie definiert hämodynamische Instabilität durch einen Herzstillstand, einen obstruktiven Schock oder eine persistierende Hypotension. Letztere liegt vor bei einem systolischen Blutdruck unter 90 mm Hg oder einem Abfall um mindestens 40 mm Hg für länger als 15 Minuten.

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Quelle: Kommentar zu den Leitlinien (2019) der European Society of Cardiology zum Management der akuten Lungenembolie (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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