Akute Gastroenteritis (Kind): Diagnostik & Rehydration

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie behandelt die akute infektiöse Gastroenteritis (AGE) im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten pädiatrischen Krankheitsbildern und ist ein häufiger Grund für Vorstellungen in Notfallambulanzen sowie für stationäre Aufnahmen.

Leitsymptome sind eine plötzliche Abnahme der Stuhlkonsistenz und eine Zunahme der Stuhlfrequenz (typischerweise 3 oder mehr Entleerungen in 24 Stunden). Begleitend können Erbrechen und Fieber auftreten.

Die häufigsten Auslöser im Kleinkindesalter sind virale Erreger wie Noro- und Rotaviren. Bakterielle Infektionen, beispielsweise durch Campylobacter oder Salmonellen, treten seltener auf, betreffen aber alle Altersgruppen gleichermaßen.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist der primäre Griff zur intravenösen Rehydration bei leicht bis mäßig dehydrierten Kindern. Die Leitlinie betont, dass stets zuerst eine orale Rehydration – auch bei begleitendem Erbrechen durch die Gabe kleinster Mengen (5 ml alle 1-2 Minuten) – oder eine nasogastrale Sondierung versucht werden sollte. Erst bei klinischem Versagen dieser Maßnahmen oder bei Vorliegen von Schockzeichen wird der Wechsel auf eine intravenöse Therapie mit balancierten Vollelektrolytlösungen empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine Antibiotikatherapie bei unkomplizierter Gastroenteritis nicht indiziert. Sie wird nur in Ausnahmefällen empfohlen, beispielsweise bei schweren Shigellen-Infektionen, Salmonellen-Bakteriämie oder bei abwehrgeschwächten Patienten.

Die Leitlinie rät von koffeinhaltigen Getränken, Limonaden oder unverdünnten Fruchtsäften zur Rehydration ab. Diese Getränke weisen eine ungünstige Zusammensetzung von Zucker und Elektrolyten auf und können den Durchfall durch ihre hohe Osmolarität verschlimmern.

Es wird empfohlen, die Lösung in sehr kleinen Mengen anzubieten. Die Leitlinie nennt hierbei die Gabe von 5 ml alle 1 bis 2 Minuten mittels Löffel oder Spritze als effektive Methode, um die Flüssigkeit trotz Übelkeit im Körper zu behalten.

Die Leitlinie spricht eine starke negative Empfehlung gegen den routinemäßigen Einsatz von Probiotika aus. Aktuelle große Studien konnten keinen signifikanten Nutzen hinsichtlich der Durchfalldauer oder der Schwere der Erkrankung belegen.

Gemäß den Empfehlungen kann eine Gemeinschaftseinrichtung 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall wieder besucht werden. Eine zusätzliche Erregerdiagnostik ist hierfür in der Regel nicht erforderlich.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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