Akute Appendizitis: Diagnostik, Bildgebung und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute Appendizitis ist eine der häufigsten chirurgischen Diagnosen weltweit. Die AWMF-Leitlinie bietet eine grundlegende Entscheidungshilfe für die klinische Routine bei der Behandlung von Erwachsenen.

Ein zentraler Aspekt des modernen Managements ist die Unterscheidung zwischen einer unkomplizierten und einer komplizierten Appendizitis. Diese Einteilung sollte laut Leitlinie bereits prätherapeutisch angestrebt werden, um das optimale Vorgehen zu planen.

Während historisch die sofortige Operation als einziger sicherer Weg galt, werden heute zunehmend auch konservative Therapiemodelle diskutiert. Die Leitlinie bewertet diese Ansätze vor dem Hintergrund der aktuellen Literatur und definiert klare Indikationen für operative und nicht-operative Strategien.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Praxis-Hinweis der Leitlinie ist, dass bei einer unkomplizierten Appendizitis mit sonographischem oder radiologischem Nachweis eines Appendicoliths primär operiert werden soll. In diesen Fällen ist das Risiko für ein Versagen der konservativen Antibiotikatherapie signifikant erhöht. Zudem wird betont, dass die laparoskopische Appendektomie auch bei adipösen und älteren Menschen das sichere Standardverfahren darstellt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann die Operation bei unkomplizierter Appendizitis nach Beginn einer Antibiose um 12 bis 24 Stunden aufgeschoben werden. Bei Personen über 65 Jahren oder mit Begleiterkrankungen sollte der Eingriff jedoch innerhalb von 12 Stunden erfolgen.

Eine unkomplizierte Appendizitis kann gemäß Leitlinie primär antibiotisch behandelt werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die sofortige chirurgische Therapie eine höhere Effektivität aufweist und bei Vorliegen eines Appendicoliths primär operiert werden sollte.

Die Leitlinie empfiehlt die Sonographie als Bildgebung der ersten Wahl. Bei Schwangeren und jungen Menschen sollen Ultraschall und MRT einer CT-Untersuchung vorgezogen werden, um die Strahlenbelastung zu vermeiden.

Bei einer unkomplizierten Appendizitis wird lediglich eine perioperative Single-Shot-Gabe empfohlen. Liegt eine komplizierte Appendizitis mit Perforation oder Abszess vor, soll die Antibiose postoperativ fortgeführt werden.

Ja, die Leitlinie gibt an, dass eine Appendektomie in der Schwangerschaft problemlos laparoskopisch durchgeführt werden kann. Wegen der Abortgefahr bei einer fortschreitenden Entzündung wird zu einer dringlichen Operation geraten.

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Quelle: Empfehlungen zur Therapie der akuten Appendizitis bei Erwachsenen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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