AkdÄ2023

Zolgensma (Onasemnogen-Abeparvovec): AkdÄ Rote-Hand-Brief

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2023 zu Zolgensma (Onasemnogen-Abeparvovec). Das Medikament ist für die Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA) zugelassen.

Hintergrund der Sicherheitswarnung sind Berichte über zwei tödliche Fälle von akutem Leberversagen. Die betroffenen Patienten mit SMA waren im Alter von vier beziehungsweise 28 Monaten.

Aufgrund dieser schwerwiegenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen wurde die Produktinformation entsprechend aktualisiert. Es wird eine strenge Überwachung der Leberfunktion gefordert.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernempfehlungen zur Überwachung und zum Management:

Überwachung der Leberfunktion

Laut AkdÄ wird eine engmaschige Kontrolle der Leberwerte empfohlen. Diese sollte zu folgenden Zeitpunkten stattfinden:

  • Vor Beginn der Behandlung mit Onasemnogen-Abeparvovec

  • Regelmäßig für mindestens drei Monate nach der Infusion

  • Unverzüglich bei Verschlechterung der Leberfunktion

  • Unverzüglich beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer akuten Erkrankung

Management bei Leberfunktionsstörungen

Wenn Patienten nicht ausreichend auf Kortikosteroide ansprechen, wird die Konsultation eines pädiatrischen Gastroenterologen oder Hepatologen empfohlen. In diesem Zuge sollte laut Warnschreiben gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden.

Für das Ausschleichen der Kortikosteroide gelten strenge Kriterien. Es wird empfohlen, diese erst zu reduzieren, wenn die folgenden Parameter unauffällig sind:

ParameterZielwert für das Ausschleichen
Klinische UntersuchungUnauffällig / Normal
GesamtbilirubinNormalbereich
ALT und ASTUnter dem 2-fachen der Normobergrenze (< 2 × ULN)

Aufklärung der Betreuungspersonen

Es wird nachdrücklich empfohlen, die Betreuungspersonen der Patienten umfassend aufzuklären. Diese müssen über das schwerwiegende Risiko einer Leberschädigung und die Notwendigkeit der regelmäßigen Überwachung informiert werden.

Kontraindikationen

Warnhinweise zur Hepatotoxizität

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Risiko eines akuten Leberversagens, das tödlich verlaufen kann. Es wird betont, dass bei jeglichen Anzeichen einer akuten Erkrankung oder einer Verschlechterung der Leberwerte eine sofortige Untersuchung auf eine Leberschädigung erfolgen muss.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Rote-Hand-Briefs betrifft das Ausschleichen der begleitenden Kortikosteroid-Therapie. Es wird davor gewarnt, die Kortikosteroide zu früh zu reduzieren. Ein Ausschleichen wird erst empfohlen, wenn die klinische Untersuchung unauffällig ist und die Transaminasen (ALT, AST) sicher unter dem Zweifachen der Normobergrenze liegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief wird eine regelmäßige Überwachung der Leberfunktion für mindestens drei Monate nach der Infusion empfohlen. Zudem ist eine Kontrolle vor Behandlungsbeginn zwingend erforderlich.

Die Kortikosteroide sollten erst ausgeschlichen werden, wenn die Leberfunktionstests unauffällig sind. Das bedeutet laut AkdÄ eine normale klinische Untersuchung, normales Gesamtbilirubin sowie ALT- und AST-Werte unter 2 × ULN.

Es wird empfohlen, in diesem Fall einen pädiatrischen Gastroenterologen oder Hepatologen zu konsultieren. Zudem sollte laut Warnschreiben gegebenenfalls eine Dosisanpassung erfolgen.

Eine unverzügliche Untersuchung auf Leberschädigung wird empfohlen, wenn sich die Leberfunktion verschlechtert. Gleiches gilt beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer akuten Erkrankung.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu ▼ Zolgensma® (Onasemnogen-Abeparvovec): Tödliche Fälle von akutem Leberversagen (AkdÄ, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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