Fezolinetant (Veoza): Leberschäden und Leberkontrollen
Hintergrund
Der aktuelle Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2025 warnt vor dem Risiko schwerwiegender Leberschädigungen unter der Therapie mit Fezolinetant (Veoza).
Fezolinetant ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von moderaten bis schweren vasomotorischen Symptomen im Rahmen der Menopause zugelassen ist.
Aufgrund von Berichten über arzneimittelbedingte Leberschäden wurden die Sicherheitsvorgaben aktualisiert. Es gelten nun strengere Empfehlungen für die Überwachung der Leberfunktion vor und während der Behandlung.
💡Praxis-Tipp
Ein entscheidender Aspekt in der Praxis ist die strikte Einhaltung der monatlichen Leberwertkontrollen in den ersten drei Therapiemonaten. Zudem wird betont, dass die Behandlung bei einer Transaminasenerhöhung auf das Fünffache der Normgrenze sofort und unabhängig von klinischen Symptomen beendet werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Es wird eine monatliche Kontrolle der Leberfunktion während der ersten drei Behandlungsmonate gefordert. Danach erfolgen die Kontrollen nach klinischem Ermessen oder bei entsprechender Symptomatik.
Die Medikation ist abzusetzen, wenn die Transaminasen auf über das Fünffache der oberen Normgrenze (ULN) ansteigen. Ein Abbruch ist ebenfalls erforderlich bei einem Anstieg auf das Dreifache der Normgrenze, sofern gleichzeitig das Gesamtbilirubin auf über das Zweifache ansteigt oder klinische Symptome vorliegen.
Laut Rote-Hand-Brief darf die Behandlung nicht begonnen werden, wenn die Ausgangswerte für ALT, AST oder das Gesamtbilirubin das Zweifache der oberen Normgrenze (ULN) oder mehr betragen.
Patientinnen sollten auf Anzeichen wie Fatigue, Pruritus, Ikterus, dunklen Urin, hellen Stuhl, Übelkeit, Erbrechen oder Abdominalschmerzen achten. Bei Auftreten dieser Symptome wird eine umgehende ärztliche Vorstellung empfohlen.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Veoza (Fezolinetant): Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden und neue Empfehlungen zur Überprüfung der Leberfunktion (AkdÄ, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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