AkdÄ2023

Propofol Sepsis-Risiko: AkdÄ Rote-Hand-Brief

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Propofol ist ein häufig eingesetztes, kurz wirkendes intravenöses Narkosemittel. Da es sich um eine Emulsion ohne Konservierungsstoffe handelt, wird das Wachstum von Mikroorganismen in der Lösung stark begünstigt.

In der Vergangenheit kam es durch die Anwendung von mikrobiell kontaminierten Propofol-haltigen Arzneimitteln wiederholt zu schweren Komplikationen. Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2023 warnt explizit vor Fällen von Sepsis, die teilweise tödlich endeten.

Ursache für diese lebensbedrohlichen Infektionen ist meist eine unsachgemäße Handhabung im klinischen Alltag. Insbesondere die Mehrfachentnahme aus einem Behältnis stellt ein erhebliches Risiko dar.

Empfehlungen

Die Publikation formuliert klare Vorgaben zur Vermeidung von Kontaminationen:

Handhabung und Asepsis

Laut AkdÄ-Warnung muss die Entnahme von Propofol aus einem Behältnis zwingend unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Bei nicht aseptischer Handhabung kann es innerhalb kurzer Zeit zu einem starken Keimwachstum kommen.

Daher wird betont, dass mit der Verabreichung des Narkosemittels unverzüglich nach der Entnahme begonnen werden muss.

Einmalgebrauch und Entsorgung

Es werden folgende strikte Regeln für den Umgang mit Propofol vorgegeben:

  • Propofol-haltige Arzneimittel sind ausschließlich für den einmaligen Gebrauch bei einem einzelnen Patienten zugelassen.

  • Der Inhalt von Durchstechflaschen, Glasampullen, Spritzen oder Infusionssystemen darf nur für einen Patienten verwendet werden.

  • Angebrochene Behältnisse sind nach der Benutzung sofort zu entsorgen.

  • Reste dürfen unter keinen Umständen für weitere Patienten weiterverwendet werden.

Werden diese Anwendungsempfehlungen nicht beachtet, warnt die Publikation vor lebensbedrohlichen und tödlichen Komplikationen durch Sepsis.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief spricht eine ausdrückliche Warnung vor der Mehrfachentnahme aus:

  • Die Verwendung eines Propofol-Behältnisses (Durchstechflasche, Ampulle, Spritze) für mehrere Patienten ist strikt untersagt.

  • Die Weiterverwendung von Resten ist aufgrund des extrem hohen Sepsis-Risikos absolut kontraindiziert.

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💡Praxis-Tipp

Ein kritischer Fehler im klinischen Alltag ist die Aufbewahrung aufgezogener Propofol-Spritzen für spätere Anwendungen. Die Warnmeldung betont, dass aufgrund der fehlenden Konservierungsstoffe ein extrem schnelles Keimwachstum stattfindet. Es wird daher dringend darauf hingewiesen, die Verabreichung unverzüglich nach der aseptischen Entnahme zu beginnen und alle Reste sofort zu verwerfen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief handelt es sich bei Propofol um eine Emulsion, die keine Konservierungsstoffe enthält. Diese Zusammensetzung begünstigt das Wachstum von Mikroorganismen bei unsteriler Handhabung massiv.

Nein, die AkdÄ warnt ausdrücklich davor. Propofol-haltige Arzneimittel sind ausschließlich für den einmaligen Gebrauch bei einem einzelnen Patienten zugelassen, und Reste müssen zwingend entsorgt werden.

Die Anwendung von mikrobiell kontaminiertem Propofol kann zu schweren Infektionen führen. In der Vergangenheit kam es laut Warnmeldung wiederholt zu Fällen von Sepsis, die teilweise tödlich endeten.

Es wird darauf hingewiesen, dass mit der Verabreichung unverzüglich begonnen werden muss. Bei nicht aseptischer Handhabung kann es innerhalb sehr kurzer Zeit zu starkem Keimwachstum kommen.

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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Propofol: Risiko für Sepsis bei Mehrfachentnahme aus einem Behältnis (AkdÄ, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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