Pregabalin und Gabapentin: Abhängigkeit und Entzug
Hintergrund
Der Leitfaden der Bundesärztekammer (BÄK) und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) thematisiert den schädlichen Gebrauch und die Abhängigkeit von Medikamenten. Ein besonderer Fokus liegt auf der massiven Zunahme der Verordnungen von Gabapentinoiden in den letzten Jahren.
Laut Leitlinie werden Pregabalin und Gabapentin häufig im Off-Label-Use eingesetzt, beispielsweise bei nicht-neuropathischen Schmerzen oder somatoformen Störungen. Dies birgt erhebliche Risiken für eine Abhängigkeitsentwicklung.
Besonders gewarnt wird vor dem unkontrollierten Ko-Konsum mit anderen zentral dämpfenden Substanzen. Die Kombination mit Opioiden oder Benzodiazepinen kann zu lebensbedrohlicher Atemdepression führen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt eindringlich vor dem abrupten Absetzen von Gabapentinoiden nach längerem Gebrauch. Es wird darauf hingewiesen, dass ein plötzlicher Entzug zu schweren Komplikationen wie epileptischen Entzugsanfällen und einem Entzugsdelir führen kann. Ein langsames Ausschleichen unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle wird dringend empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie scheint Pregabalin ein stärkeres Abhängigkeitspotenzial zu besitzen als Gabapentin. Bei Patienten mit Abhängigkeitsrisiko wird daher eher Gabapentin als Alternative empfohlen.
Es werden benzodiazepinähnliche Entzugssymptome beschrieben. Dazu gehören laut Leitlinie Angst, innere Unruhe, Tremor, Tachykardie, Schlafstörungen sowie in schweren Fällen epileptische Anfälle und Delir.
Die Leitlinie rät von NSAR bei neuropathischen Schmerzen ab, da hierfür die Evidenz fehlt. Zudem wird auf das hohe Potenzial für somatische Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung hingewiesen.
Es wird ein langsames Ausschleichen in kleinen Schritten empfohlen. Die Leitlinie nennt als Richtwert eine Reduktion um 20 bis 25 Prozent der jeweiligen Dosis pro Woche.
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Quelle: AkdÄ: Information zu Pregabalin und Gabapentin: Berichterstattung in den Medien zu Todesfällen (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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