AkdÄ2023

Falscher Rote-Hand-Brief: AkdÄ warnt vor Desinformation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein Rote-Hand-Brief ist in der Regel eine behördlich autorisierte Sicherheitsinformation zu Arzneimitteln. Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) greift eine aktuelle Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auf.

Diese warnt vor einem Schreiben der Medizinischen Behandlungsverbund GmbH (MBV) vom 01.12.2023. Das Dokument verwendet unautorisiert das Rote-Hand-Symbol und suggeriert offizielle Warnhinweise.

In dem gefälschten Schreiben wird vor vermeintlichen Haftungsrisiken für Ärztinnen und Ärzte gewarnt. Als Grund werden angebliche DNA-Verunreinigungen in mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffen angeführt.

Empfehlungen

Die Mitteilung der AkdÄ und des PEI formuliert folgende zentrale Klarstellungen und Handlungsanweisungen:

Bewertung des Schreibens

Laut PEI handelt es sich bei dem Schreiben des MBV um gezielte Desinformation. Es wird betont, dass das Dokument keine behördlich geprüfte oder autorisierte Information darstellt.

Zudem erfolgte die Verwendung des Rote-Hand-Brief-Zeichens ohne Autorisierung. Die Markenrechte für dieses Symbol liegen beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI).

Sicherheit der Impfstoffe

Das PEI stellt die Sicherheit der Impfstoffe klar:

  • Alle in Deutschland vertriebenen Chargen des mRNA-COVID-19-Impfstoffs Comirnaty® sind behördlich geprüft.

  • Der Rest-DNA-Gehalt pro Dosis überschreitet nicht den in der Zulassung festgelegten Grenzwert.

  • Die staatliche Chargenfreigabe wurde für alle verfügbaren Dosen nach erfolgreicher Prüfung erteilt.

Umgang mit dem Schreiben

Es wird dringend darum gebeten, dem falschen Aufruf des MBV keine Folge zu leisten.

Insbesondere wird davor gewarnt, noch verwendbare Impfstoffe an die in dem gefälschten Schreiben angegebene Adresse zu versenden. Die Impfstoffe können laut PEI weiterhin regulär eingesetzt werden.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Paul-Ehrlich-Instituts ist, dass Rote-Hand-Briefe stets behördlich autorisiert sein müssen. Es wird dringend davon abgeraten, intakte und freigegebene COVID-19-Impfstoffe aufgrund des MBV-Schreibens an fremde Adressen zu versenden, da die Chargen sicher und behördlich geprüft sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Paul-Ehrlich-Institut überschreitet der Rest-DNA-Gehalt pro Dosis im Impfstoff Comirnaty® nicht den in der Zulassung festgelegten Grenzwert. Alle in Deutschland vertriebenen Chargen sind geprüft und sicher.

Es handelt sich um eine Falschmeldung und gezielte Desinformation. Das Schreiben ist nicht behördlich autorisiert und verwendet das Rote-Hand-Symbol illegal.

Die AkdÄ und das PEI stellen klar, dass die im MBV-Schreiben abgeleiteten Schlussfolgerungen zu Haftungsrisiken falsch sind. Die staatliche Chargenfreigabe für die Impfstoffe wurde ordnungsgemäß erteilt.

Das PEI bittet ausdrücklich darum, dem Aufruf nicht zu folgen. Es sollen keinesfalls Impfstoffe, die noch verimpft werden könnten, an die im Schreiben angegebene Adresse versendet werden.

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Quelle: AkdÄ: Information des Paul-Ehrlich-Instituts: Aktuelle Falschmeldung in der Aufmachung eines Rote-Hand-Briefs im Umlauf (AkdÄ, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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