Lieferengpass Zypadhera (Olanzapin): AkdÄ
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einer Drug Safety Mail über einen voraussichtlich bis Oktober 2025 andauernden Lieferengpass von Zypadhera (Olanzapinpamoat-Monohydrat). Das Präparat ist als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension auf dem Markt.
Als Ursache für die eingeschränkte Verfügbarkeit werden Produktionsprobleme genannt. Diese betreffen unter anderem die mitgelieferte 50-mm-Nadel sowie allgemeine Qualitätsmängel.
Zypadhera ist seit dem Jahr 2008 für die Erhaltungstherapie bei stabilisierten Schizophreniepatienten zugelassen. Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der AkdÄ.
Empfehlungen
Die AkdÄ formuliert aufgrund des Lieferengpasses spezifische Handlungsanweisungen für das medizinische Fachpersonal.
Neueinstellungen
Laut der Information soll von einer Neueinstellung von Patienten auf Zypadhera derzeit zwingend abgesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass aktuell keine alternative Depotform des Wirkstoffs Olanzapin zur Verfügung steht.
Umstellung der Therapie
Falls eine Umstellung auf ein anderes Antipsychotikum medizinisch notwendig wird, empfiehlt die AkdÄ folgende Vorgehensweise:
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Die Therapieumstellung soll sich nach den geltenden nationalen Leitlinien richten.
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Es wird eine engmaschige ärztliche Überwachung der Patienten empfohlen.
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Diese Überwachung ist insbesondere in den ersten zwei Monaten nach dem Absetzen von Zypadhera von besonderer Wichtigkeit.
Kontraindikationen
Aufgrund des Lieferengpasses stellt die Neueinstellung von Patienten auf Zypadhera laut AkdÄ aktuell eine zu vermeidende Maßnahme dar.
💡Praxis-Tipp
Ein kritischer Punkt bei der Bewältigung dieses Lieferengpasses ist das Fehlen einer alternativen Olanzapin-Depotformulierung. Die AkdÄ betont daher, dass bei einer zwingenden Umstellung auf ein anderes Antipsychotikum eine besonders engmaschige klinische Überwachung erforderlich ist. Diese sollte laut den Empfehlungen vor allem in den ersten zwei Monaten nach dem Absetzen der Depot-Medikation erfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Laut der Information der AkdÄ ist Zypadhera voraussichtlich bis Oktober 2025 nicht verfügbar. Als Gründe werden Produktionsprobleme und Qualitätsmängel genannt.
Die AkdÄ weist darauf hin, dass derzeit keine alternative Depotform von Olanzapin auf dem Markt verfügbar ist. Bei Bedarf muss auf andere Antipsychotika umgestellt werden.
Es wird empfohlen, die Umstellung gemäß den nationalen Leitlinien durchzuführen. Zudem rät die AkdÄ zu einer engmaschigen ärztlichen Überwachung, insbesondere in den ersten zwei Monaten nach dem Absetzen.
Gemäß der Drug Safety Mail soll im Rahmen des aktuellen Lieferengpasses von einer Neueinstellung von Patienten auf dieses Arzneimittel abgesehen werden.
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Quelle: AkdÄ: Information des BfArM zum Lieferengpass von Zypadhera (Olanzapinpamoat-Monohydrat Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer (AkdÄ, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.