Mounjaro KwikPen: Probleme bei der letzten Dosis (AkdÄ)
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einer Drug Safety Mail über gemeldete Probleme bei der Anwendung des Mounjaro (Tirzepatid) KwikPens. Es wurde mehrfach beanstandet, dass der Pen bei der vierten oder teilweise schon bei der dritten Dosis blockiert und sich das Dosierrad nicht mehr einstellen lässt.
Nach Untersuchungen des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL) konnte ein herstellerbedingtes Qualitätsproblem ausgeschlossen werden. Der pharmazeutische Unternehmer führt die Blockaden auf Anwendungsfehler zurück, die durch die Beschaffenheit des Pens und das vierwöchige Dosierungsintervall begünstigt werden.
Empfehlungen
Die AkdÄ-Information benennt konkrete Ursachen für die Fehlfunktionen und leitet daraus Empfehlungen für die Praxis ab:
Ursachen für die Pen-Blockade
Laut Auskunft des Herstellers entstehen die Probleme häufig durch folgende Anwendungsfehler:
-
Versuche, nach vier regulären Dosen eine weitere Dosis zu applizieren.
-
Übermäßiges Entlüften (sogenanntes "Overpriming"), was zu einer vorzeitigen Arretierung des Pens führt.
-
Fehlinterpretation der systembedingten Überfüllung des Pens, die fälschlicherweise den Eindruck einer weiteren, applizierbaren Restdosis erweckt.
Empfehlungen zur korrekten Anwendung
Um Anwendungsfehlern vorzubeugen, werden folgende Maßnahmen bei der Patienteninstruktion empfohlen:
-
Patienten sollten angehalten werden, jede verabreichte Dosis schriftlich zu dokumentieren, idealerweise im Arzneimittelkalender der Gebrauchsinformation.
-
Es wird darauf hingewiesen, Kanülen grundsätzlich nur einmalig zu verwenden.
-
Der Pen darf nicht mit aufgesetzter Kanüle gelagert werden, um das Eindringen von Luft in den Penkörper zu verhindern.
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger Fehler bei der Anwendung des Mounjaro KwikPens ist das sogenannte "Overpriming" (übermäßiges Entlüften), welches zu einer vorzeitigen Blockade des Pens vor der vierten Dosis führen kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die sichtbare Restmenge im Pen nach vier Dosen systembedingt ist und keine applizierbare fünfte Dosis darstellt.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ ist dies meist auf Anwendungsfehler wie übermäßiges Entlüften ("Overpriming") zurückzuführen. Ein herstellerbedingter Qualitätsmangel wurde durch das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker ausgeschlossen.
Nein, die Information der AkdÄ stellt klar, dass es sich bei der sichtbaren Restmenge um eine systembedingte Überfüllung handelt. Diese Restdosis kann technisch nicht mehr appliziert werden.
Es wird empfohlen, den Pen niemals mit aufgesetzter Kanüle zu lagern. Dies verhindert das Eindringen von Luft in den Penkörper und reduziert das Risiko von Fehlfunktionen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: AkdÄ: Information von AMK/ZL zu Mounjaro (Tirzepatid): Probleme bei der Entnahme der letzten Dosis (AkdÄ, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.