Olaparib (Lynparza): AkdÄ warnt vor Medikationsfehlern
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einer Drug Safety Mail über die Produktionseinstellung der Lynparza (Olaparib) 50 mg Hartkapseln zum Ende des Jahres 2021.
Olaparib ist ein zielgerichteter Wirkstoff (PARP-Inhibitor), der unter anderem bei Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom und primärem Peritonealkarzinom eingesetzt wird.
Durch den Wegfall der Hartkapseln wird eine Umstellung auf die weiterhin verfügbaren Filmtabletten notwendig. In diesem Zusammenhang warnt die AkdÄ vor potenziellen Medikationsfehlern bei der Dosisanpassung.
Empfehlungen
Die AkdÄ formuliert folgende Kernwarnungen zur Umstellung der Darreichungsformen:
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Die Hartkapseln und Filmtabletten sind nicht 1:1 austauschbar.
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Es gelten unterschiedliche Dosierungsempfehlungen für die beiden Darreichungsformen.
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Eine direkte Übertragung der Kapsel-Dosierung auf die Tabletten birgt das Risiko einer Überdosierung.
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Die genauen Anwendungsgebiete der beiden Darreichungsformen unterscheiden sich voneinander.
Es wird darauf hingewiesen, dass bereits 2018 ein Rote-Hand-Brief auf dieses spezifische Risiko für Medikationsfehler aufmerksam gemacht hat.
Dosierung
Die AkdÄ weist auf die unterschiedlichen verfügbaren Darreichungsformen und deren Nicht-Austauschbarkeit hin:
| Darreichungsform | Stärke | Status (laut AkdÄ 2021) | Austauschbarkeit |
|---|---|---|---|
| Hartkapseln | 50 mg | Produktionseinstellung Ende 2021 | Nicht 1:1 mit Tabletten austauschbar |
| Filmtabletten | 100 mg, 150 mg | Weiterhin erhältlich | Nicht 1:1 mit Kapseln austauschbar |
💡Praxis-Tipp
Bei der Umstellung von Olaparib-Hartkapseln auf Filmtabletten ist zwingend auf die angepasste Dosierung zu achten, da die Präparate nicht milligrammgenau austauschbar sind. Laut AkdÄ führt eine direkte Übertragung der Kapseldosis auf die Filmtabletten zu einer Überdosierung. Es wird empfohlen, die spezifischen Fachinformationen der Filmtabletten zur Dosisermittlung heranzuziehen.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ wurde die Produktion der Lynparza 50 mg Hartkapseln Ende 2021 eingestellt. Die genauen wirtschaftlichen oder herstellungstechnischen Gründe werden in der Sicherheitsinformation nicht genannt.
Nein, die AkdÄ warnt ausdrücklich davor, die Darreichungsformen 1:1 auszutauschen. Die Dosierungsempfehlungen für Hartkapseln und Filmtabletten unterscheiden sich maßgeblich.
Eine direkte Übertragung der Dosierung von den Hartkapseln auf die Filmtabletten führt laut AkdÄ zu einem Risiko für eine Überdosierung. Die Dosis muss bei einer Umstellung zwingend neu ermittelt werden.
Olaparib wird unter anderem bei bestimmten Fällen von Ovarialkarzinom, Eileiterkarzinom und primärem Peritonealkarzinom angewendet. Die genauen Zulassungen unterscheiden sich laut AkdÄ je nach Darreichungsform.
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Quelle: AkdÄ: Informationsbrief zu Lynparza® (Olaparib): Einstellung (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.