Xylometazolin (0,025%): Kontraindikation bei Säuglingen
Hintergrund
Xylometazolin ist ein häufig eingesetztes Alpha-Sympathomimetikum zur lokalen Abschwellung der Nasenschleimhaut bei Rhinitis. Bei Säuglingen und Kleinkindern besteht aufgrund der geringen Körpermasse ein erhöhtes Risiko für systemische Nebenwirkungen bei einer Überdosierung.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in der Drug Safety Mail 2020-63 eine wichtige Sicherheitsinformation zur Anwendung von Xylometazolin-haltigen Nasentropfen bei Säuglingen veröffentlicht.
Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Sicherheitswarnung der AkdÄ und der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).
💡Praxis-Tipp
Es wird empfohlen, Eltern bei der Verordnung oder Abgabe von Xylometazolin 0,025 % Nasentropfen explizit darauf hinzuweisen, dass das Präparat nicht bei Geschwisterkindern unter einem Jahr angewendet werden darf. Auch bei Altbeständen in der Hausapotheke, deren Beipackzettel diese Kontraindikation noch nicht aufführt, ist zwingend auf das Risiko einer Überdosierung bei Säuglingen zu achten.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ dient die Kontraindikation dazu, mögliche Fehlanwendungen und daraus resultierende Überdosierungen bei Säuglingen zu vermeiden. Der bisherige Applikator birgt offenbar Risiken für eine ungenaue Dosierung in dieser vulnerablen Altersgruppe.
Ja, Packungen mit der alten Gebrauchsinformation werden laut AkdÄ nicht zurückgerufen. Sie dürfen weiter abgegeben und verwendet werden, jedoch zwingend unter Beachtung der neuen Kontraindikation für Säuglinge unter einem Jahr.
Die Anwendung von Otriven® gegen Schnupfen 0,025 % (Xylometazolin) ist laut der Sicherheitswarnung auf Kleinkinder im Alter von ein bis zwei Jahren beschränkt.
Der Hersteller plant laut AkdÄ die Entwicklung eines neuen, für Säuglinge besser geeigneten Applikators. Nach dessen Einführung soll die Altersgruppe der Säuglinge unter einem Jahr wieder als Anwendungsgruppe eingeschlossen werden.
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Quelle: AkdÄ: Information der AMK: Otriven® gegen Schnupfen 0,025 % (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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