IQWiG2024Rheumatologie

VKB-Ruptur: Aktive Kniebewegungsschienen (CAM) Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Rapid Report des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2024 aktualisiert eine vorherige Nutzenbewertung. Untersucht wird der Einsatz von aktiven Kniebewegungsschienen (CAM-Schienen) zur Selbstanwendung.

Die Bewertung fokussiert sich auf Patientinnen und Patienten mit einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Dabei wird die Anwendung im Rahmen einer konservativen oder nach einer operativen Behandlung betrachtet.

Hintergrund der Aktualisierung ist der Abbruch einer Erprobungsstudie (CAMOPED-Studie). Der Bericht wertet die neu gewonnenen Daten aus, um den Nutzen oder Schaden der Methode im Vergleich zu Standardtherapien neu zu bewerten.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht fasst die aktuelle Evidenzlage zur Anwendung von aktiven Kniebewegungsschienen (CAM-Schienen) nach vorderer Kreuzbandruptur zusammen. Es wird betont, dass weiterhin kein Anhaltspunkt für einen Nutzen oder Schaden der Intervention vorliegt.

Stationäre Anwendung

Für den stationären Kontext im Anschluss an eine operative Rekonstruktion stützt sich der Bericht auf zwei ältere Studien. Auch hier zeigt sich laut Bewertung kein Anhaltspunkt für einen Nutzen oder Schaden.

Eine Nachbehandlung mit CAM-Schienen zeigte keine Überlegenheit gegenüber passiven Bewegungsschienen (CPM) oder einer Behandlung ohne Schiene. Dies betrifft insbesondere die Endpunkte Bewegungsumfang und Schmerzen.

Häusliche Selbstanwendung

Die neu bewertete CAMOPED-Studie untersuchte die häusliche Selbstanwendung zusätzlich zur Physiotherapie nach einer Kreuzbandplastik. Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen und weist laut IQWiG methodische Mängel auf.

Für die häusliche Anwendung ergeben sich folgende Bewertungen der patientenrelevanten Endpunkte:

EndpunktMessinstrumentErgebnis laut IQWiG
KniegelenksfunktionsIKDC-ScoreKein Anhaltspunkt für Nutzen oder Schaden
Kniebezogene LebensqualitätKOOS-SubskalaKein Anhaltspunkt für Nutzen oder Schaden
Unerwünschte EreignisseRerupturen/RevisionenDaten unzureichend berichtet, nicht verwertbar

Konservative Therapie

Für Patientinnen und Patienten mit einer rein konservativ versorgten vorderen Kreuzbandruptur fehlen weiterhin jegliche Daten. Der Bericht stellt fest, dass es keine laufenden oder geplanten Studien für diese Subgruppe gibt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem IQWiG-Bericht lässt sich der routinemäßige Einsatz von aktiven Kniebewegungsschienen (CAM) zur häuslichen Selbstanwendung nach vorderer Kreuzbandruptur evidenzbasiert nicht stützen. Es wird darauf hingewiesen, dass die einzige neuere Studie zu diesem Thema vorzeitig abgebrochen wurde und methodische Mängel aufweist. Eine Überlegenheit gegenüber der alleinigen Standard-Physiotherapie ist demnach nicht belegt.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht stellt fest, dass es keinen Anhaltspunkt für einen Nutzen oder Schaden von CAM-Schienen gibt. Dies gilt sowohl für den stationären Einsatz als auch für die häusliche Selbstanwendung.

Laut der Bewertung liegen für die rein konservative Behandlung der vorderen Kreuzbandruptur aktuell keinerlei Studiendaten vor. Ein Nutzen der aktiven Bewegungsschienen in diesem Setting ist somit nicht belegt.

In der untersuchten Studie zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in der subjektiven Kniegelenksfunktion zwischen der Anwendung von CAM-Schienen und einer alleinigen Physiotherapie. Der Bericht sieht keinen Zusatznutzen der Schienen.

Die Studie wurde unter anderem wegen Rekrutierungsproblemen und ethischen Bedenken der Studienautoren bezüglich der Kontrollgruppe abgebrochen. Das IQWiG merkt an, dass die Studie zudem methodische Mängel und ein hohes Verzerrungspotenzial aufweist.

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Quelle: IQWiG N23-02 : Aktive Kniebewegungsschienen zur Selbstanwendung bei Rupturen des vorderen Kreuzbandes – Aktualisierung zum Auftrag N16-01 (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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