Vitamine bei CVD und Krebs: Leitlinien-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Nahrungsergänzungsmittel werden von einem Großteil der US-Bevölkerung eingenommen, häufig zur Förderung der allgemeinen Gesundheit oder zum Ausgleich von Nährstoffdefiziten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs stellen gleichzeitig die führenden Todesursachen dar.

Da Entzündungsprozesse und oxidativer Stress bei beiden Erkrankungsgruppen eine Rolle spielen, wird oft ein potenzieller präventiver Nutzen durch antioxidative und antiinflammatorische Effekte von Supplementen vermutet.

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat ihre Leitlinie von 2014 aktualisiert. Sie bewertet die Evidenz zur Wirksamkeit und zu möglichen Schäden von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten bei nicht-schwangeren Erwachsenen.

Empfehlungen

Die USPSTF formuliert klare Empfehlungen zum Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Die Zielgruppe umfasst nicht-schwangere Erwachsene.

Abgeratene Supplemente

Die Leitlinie spricht sich explizit gegen die Einnahme bestimmter Vitamine zur Prävention aus:

  • Beta-Carotin: Es wird mit moderater Sicherheit geschlussfolgert, dass die potenziellen Schäden den Nutzen überwiegen (Empfehlungsgrad D).

  • Vitamin E: Laut Leitlinie gibt es mit moderater Sicherheit keinen Nettonutzen durch eine Supplementierung (Empfehlungsgrad D).

Unzureichende Evidenz

Für andere Präparate reicht die aktuelle Studienlage laut USPSTF nicht aus, um das Verhältnis von Nutzen und Risiken abschließend zu bewerten:

  • Multivitaminpräparate: Die Evidenz ist unzureichend (I-Statement).

  • Einzelne oder gepaarte Nährstoffe: Mit Ausnahme von Beta-Carotin und Vitamin E ist die Evidenz ebenfalls unzureichend (I-Statement).

Übersicht der Empfehlungsgrade

SupplementEmpfehlung zur Prävention (CVD & Krebs)Empfehlungsgrad
Beta-CarotinAbraten (Schäden überwiegen Nutzen)D
Vitamin EAbraten (Kein Nettonutzen)D
MultivitamineKeine Empfehlung (Evidenz unzureichend)I-Statement
Sonstige Einzel-/Paar-NährstoffeKeine Empfehlung (Evidenz unzureichend)I-Statement

Kontraindikationen

Die Leitlinie rät explizit von der Einnahme von Beta-Carotin zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs ab. Es wird betont, dass die potenziellen Schäden einer Supplementierung den möglichen Nutzen überwiegen.

Ebenso wird von der Einnahme von Vitamin E für diese Indikationen abgeraten, da mit moderater Sicherheit kein Nettonutzen nachgewiesen werden konnte.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

In der Praxis wird häufig beobachtet, dass Personen eigenständig Vitamine zur allgemeinen Gesundheitsförderung einnehmen. Es wird empfohlen, darüber aufzuklären, dass laut USPSTF-Leitlinie Beta-Carotin und Vitamin E keinen präventiven Nutzen bezüglich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs haben. Im Fall von Beta-Carotin können die potenziellen Schäden einer Supplementierung sogar überwiegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut USPSTF-Leitlinie ist die aktuelle Evidenz unzureichend, um den Nutzen oder Schaden von Multivitaminpräparaten zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu beurteilen. Es kann daher keine Empfehlung dafür oder dagegen ausgesprochen werden.

Die Leitlinie rät von der Einnahme von Vitamin E zur Krebsprävention ab. Es wird mit moderater Sicherheit geschlussfolgert, dass kein Nettonutzen durch die Supplementierung besteht.

Zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs wird von Beta-Carotin abgeraten. Die Leitlinie stellt fest, dass die potenziellen Schäden einer Einnahme den möglichen Nutzen überwiegen.

Die Empfehlungen der USPSTF richten sich an nicht-schwangere Erwachsene. Sie gelten für Personen, die in der Allgemeinbevölkerung leben.

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Quelle: Vitamin, Mineral, and Multivitamin Supplementation to Prevent Cardiovascular Disease and Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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