UV-Phototherapie & PUVA: Indikation, Dosierung, Risiken

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Anwendung von UV-B- und UV-A-Phototherapien sowie der Photochemotherapie (PUVA) in der Dermatologie. Diese Verfahren haben sich über viele Jahre als sicher und wirksam bei der Behandlung verschiedener entzündlicher und sklerosierender Hauterkrankungen erwiesen.

Zu den physikalischen Grundlagen gehört die Nutzung spezifischer Wellenlängen, insbesondere UV-B (280–320 nm) und UV-A (320–400 nm). Die therapeutische Wirkung beruht laut Leitlinie primär auf immunmodulatorischen Effekten, der Induktion von Apoptose bei T-Zellen sowie der Beeinflussung des Kollagenstoffwechsels.

Es wird betont, dass die Einhaltung standardisierter Behandlungsprotokolle essenziell ist. Dies dient der Maximierung des Therapieerfolgs bei gleichzeitiger Minimierung von akuten und chronischen Nebenwirkungen wie vorzeitiger Hautalterung oder Karzinogenität.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der PUVA-Therapie ist eine zu frühe Dosissteigerung. Die Leitlinie warnt davor, dass das maximale PUVA-Erythem erst 72 bis 120 Stunden nach der Bestrahlung auftritt. Es wird daher empfohlen, Dosiserhöhungen frühestens nach 96 bis 120 Stunden vorzunehmen, um schwere kumulative phototoxische Reaktionen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die Entwicklung von aktinischen Keratosen und spinozellulären Karzinomen nach systemischer PUVA-Behandlung statistisch gesichert. Es wird empfohlen, die Lebenszeitdosis auf maximal 200 bis 250 Behandlungen zu begrenzen, um dieses Risiko zu minimieren.

Die Leitlinie gibt an, dass eine Phototherapie bei Kindern grundsätzlich möglich ist, sofern der Augenschutz toleriert wird. Es wird jedoch eine sehr strenge Indikationsstellung gefordert, wobei die PUVA-Therapie nur für absolute Ausnahmefälle vorgesehen ist.

Eine UV-Phototherapie der Akne wird von der Leitlinie als obsolet eingestuft. Der Effekt ist laut Quelle gering, während gleichzeitig das Risiko für kumulative Lichtschäden im Gesicht steigt und die Strahlung komedogen wirken kann.

Etwa 20 Prozent der Patienten entwickeln unter oralem 8-Methoxypsoralen gastrointestinale Beschwerden. Die Leitlinie empfiehlt in diesen Fällen einen Wechsel auf 5-Methoxypsoralen (5-MOP), da die Intoleranzreaktionen spezifisch für 8-MOP sind.

Die Erstdosis wird laut Leitlinie entweder anhand des Photohauttyps nach Fitzpatrick festgelegt oder durch eine vorherige Testung der minimalen Erythemdosis (MED) ermittelt. Bei der MED-Methode entsprechen etwa 70 Prozent der ermittelten Dosis der ersten therapeutischen Anwendung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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