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Hormontherapie zur Prävention: USPSTF-Leitlinie (2022)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf USPSTF Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die USPSTF rät vom Einsatz einer Hormontherapie zur Primärprävention chronischer Erkrankungen in der Postmenopause ab.
  • Bei Personen mit intaktem Uterus hat eine kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie keinen Nettonutzen (Empfehlungsgrad D).
  • Bei Personen nach Hysterektomie hat eine Östrogen-Monotherapie keinen Nettonutzen (Empfehlungsgrad D).
  • Die Empfehlung richtet sich an asymptomatische postmenopausale Personen.
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Hintergrund

Die Menopause ist definiert als das Aussetzen des Menstruationszyklus und wird retrospektiv 12 Monate nach der letzten Regelblutung festgestellt. Die Perimenopause (Wechseljahre) ist der Zeitraum von wenigen Jahren vor der letzten Menstruation. Sie ist gekennzeichnet durch:

  • Zunehmende Variabilität der Zykluslänge
  • Phasen der Amenorrhö
  • Oftmals Symptome wie vasomotorische Dysfunktion

Mit zunehmendem Alter steigen Prävalenz und Inzidenz chronischer Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Osteoporose und Frakturen). Da Personen nach Erreichen der Menopause durchschnittlich noch mehr als 30 Jahre leben, hat die US Preventive Services Task Force (USPSTF) den Nutzen einer systemischen (oralen oder transdermalen) Hormontherapie zur Prävention untersucht.

Zielgruppe

Die Empfehlungen richten sich an asymptomatische postmenopausale Personen, die eine Hormontherapie zur Primärprävention chronischer medizinischer Erkrankungen in Erwägung ziehen.

Empfehlungen zur Primärprävention

Die USPSTF kommt mit moderater Sicherheit zu dem Schluss, dass eine systemische Hormontherapie zur Primärprävention chronischer Erkrankungen keinen Nettonutzen bietet. Daraus ergeben sich folgende klare Empfehlungen:

PatientengruppeTherapieEmpfehlungEmpfehlungsgrad
Personen mit intaktem UterusKombinierte Östrogen-Gestagen-TherapieDagegenD
Personen nach HysterektomieÖstrogen-MonotherapieDagegenD

Die USPSTF spricht sich somit explizit gegen den Einsatz einer Hormontherapie aus, wenn diese ausschließlich dem Zweck der Vorbeugung chronischer Erkrankungen in der Postmenopause dient.

💡Praxis-Tipp

Verschreiben Sie asymptomatischen postmenopausalen Patientinnen keine Hormontherapie mit dem primären Ziel, chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Osteoporose vorzubeugen.

Häufig gestellte Fragen

Nein, die USPSTF spricht sich explizit gegen eine Hormontherapie zur Primärprävention chronischer Erkrankungen bei postmenopausalen Personen aus (Empfehlungsgrad D).
Ja. Auch bei Personen nach einer Hysterektomie wird von einer Östrogen-Monotherapie zur Primärprävention abgeraten, da kein Nettonutzen besteht.
Die Empfehlung gilt für asymptomatische postmenopausale Personen, bei denen eine Hormontherapie zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen erwogen wird.
Die Menopause wird retrospektiv definiert als der Zeitpunkt 12 Monate nach der letzten Menstruationsblutung.

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