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Syphilis-Screening (Nicht-Schwangere): USPSTF-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf USPSTF Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die USPSTF empfiehlt das Syphilis-Screening bei Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko (Empfehlungsgrad A).
  • Zielgruppe sind asymptomatische, nicht-schwangere Jugendliche und Erwachsene, die sexuell aktiv waren.
  • Die Inzidenz von primärer und sekundärer Syphilis ist in den USA von 2000 bis 2019 deutlich gestiegen.
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Hintergrund

Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion (STI), die unbehandelt zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann. Die Erkrankung verläuft in verschiedenen Stadien (primär, sekundär, latent und tertiär).

Die gemeldeten Fälle von primärer und sekundärer Syphilis sind in den USA in den letzten Jahren deutlich gestiegen:

ZeitraumInzidenz / EntwicklungBemerkung
2000/20012,1 Fälle pro 100.000Historischer Tiefstand
201911,9 Fälle pro 100.00083 % der Fälle traten bei Männern auf
2015–2019Verdreifachung der RatenBetrifft die Infektionsraten bei Frauen

Zielgruppe für das Screening

Die Leitlinie richtet sich an folgende Personengruppe:

  • Asymptomatische Personen
  • Nicht-schwangere Jugendliche und Erwachsene
  • Personen, die jemals sexuell aktiv waren
  • Personen mit einem erhöhten Risiko für eine Syphilis-Infektion

Empfehlung zum Screening

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat ihre Empfehlung aus dem Jahr 2016 nach einer erneuten Evidenzprüfung bekräftigt.

  • Die USPSTF empfiehlt das Screening auf eine Syphilis-Infektion bei Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko (Empfehlungsgrad A).
  • Es besteht eine hohe Sicherheit (high certainty), dass das Screening für diese Risikogruppe einen substanziellen Nettonutzen bietet.

💡Praxis-Tipp

Erheben Sie bei Jugendlichen und Erwachsenen regelmäßig die Sexualanamnese, um Personen mit erhöhtem Syphilis-Risiko zu identifizieren und diesen gezielt ein Screening anzubieten.

Häufig gestellte Fragen

Asymptomatische, nicht-schwangere Jugendliche und Erwachsene, die sexuell aktiv waren und ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweisen.
Die USPSTF vergibt für das Screening bei Personen mit erhöhtem Risiko den Empfehlungsgrad A.
Die Infektion verläuft in primären, sekundären, latenten und tertiären Stadien.

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