BfArM2008Pharmakologie

Unfraktioniertes Heparin: Rückruf wegen Verunreinigung

Diese Leitlinie stammt aus 2008 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2008)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Im Jahr 2008 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Sicherheitsinformation zum Rückruf bestimmter Chargen von unfraktioniertem Heparin. Betroffen waren Injektionslösungen, deren Ausgangsmaterialien aus China importiert wurden.

Auslöser für den Rückruf waren Berichte über schwerwiegende allergische Reaktionen bei der parenteralen Anwendung. In den USA kam es im Vorfeld zu hunderten Zwischenfällen, darunter auch solche mit tödlichem Verlauf, die mit kontaminierten Rohstoffen in Verbindung gebracht wurden.

In Deutschland wurden der Behörde 27 Fälle von teils schweren allergischen Reaktionen nach der Injektion gemeldet. Zudem traten gehäuft Blutgerinnsel in den Schlauchsystemen von Dialysegeräten auf, was auf einen massiven Qualitätsmangel hindeutete.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der parenteralen Gabe von unfraktioniertem Heparin wird eine erhöhte Wachsamkeit hinsichtlich allergischer Reaktionen und einer paradoxen Gerinnungsneigung (wie verstopfte Dialyseschläuche) empfohlen. Es wird betont, dass topische Heparin-Präparate wie Salben oder Gele von dieser Qualitätsproblematik nicht betroffen sind und sicher weiterverwendet werden können.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM ordnete den Rückruf an, da es nach der Injektion zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen kam. Ursache war ein Qualitätsmangel bei den aus China importierten Rohstoffen.

Laut BfArM sind äußerlich anzuwendende Präparate wie Heparin-haltige Gele, Salben und Cremes nicht von dem Qualitätsmangel betroffen. Die Warnung bezieht sich ausschließlich auf parenterale Injektionslösungen.

Es wurde über teils schwerwiegende allergische Reaktionen nach der Injektion berichtet. Zudem kam es zu unerwarteten Blutgerinnungen in den Schlauchsystemen von Dialysegeräten.

Das BfArM hat angeordnet, dass alle neuen Chargen vor dem Inverkehrbringen speziell analytisch geprüft werden müssen. Hierfür kommen die Kapillarelektrophorese oder die Kernresonanzspektroskopie (NMR) zum Einsatz.

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Quelle: Unfraktioniertes Heparin: Aktuelle Informationen zum Rückruf von Injektionslösungen (BfArM, 2008). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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