Ukrain: Risiken, Nebenwirkungen und Anwendungsverbot
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf einer Sicherheitsinformation des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2012. Das Präparat Ukrain, welches in der Vergangenheit häufig im Bereich der alternativen Krebstherapie beworben wurde, stand im Fokus einer behördlichen Neubewertung.
Aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse hat das BfArM seine Einschätzung zu diesem Präparat grundlegend aktualisiert. Im Zentrum der Untersuchung standen die Sicherheit und das Nutzen-Risiko-Verhältnis bei der vom Hersteller vorgesehenen Anwendung.
Empfehlungen
Die Sicherheitsinformation des BfArM formuliert klare regulatorische Vorgaben für den Umgang mit dem Präparat Ukrain:
Einstufung und Risikobewertung
-
Das BfArM stuft Ukrain offiziell als bedenkliches Arzneimittel ein.
-
Es besteht der begründete Verdacht, dass das Präparat bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen entfaltet.
-
Diese schädlichen Effekte gehen laut Behörde über ein nach medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen vertretbares Maß hinaus.
Konsequenzen für die Praxis
Aus der Einstufung als bedenkliches Arzneimittel ergeben sich laut BfArM folgende strikte Verbote für Deutschland:
-
Das Präparat darf nicht in Verkehr gebracht werden.
-
Eine Anwendung bei Patienten ist strikt untersagt.
-
Für Angehörige von Heilberufen gilt ein ausdrückliches Importverbot für Ukrain.
Kontraindikationen
Aufgrund der Einstufung als bedenkliches Arzneimittel durch das BfArM ist die Anwendung von Ukrain bei allen Patienten strikt untersagt. Es besteht ein absolutes Anwendungs-, Verkehrs- und Importverbot.
💡Praxis-Tipp
Das BfArM weist Angehörige von Heilberufen ausdrücklich darauf hin, dass neben dem Anwendungs- und Verkehrsverbot auch der Import von Ukrain nach Deutschland illegal ist. Es wird empfohlen, Patienten, die gezielt nach diesem Präparat fragen, über die behördlich festgestellten unvertretbaren Schadwirkungen aufzuklären.
Häufig gestellte Fragen
Das BfArM hat Ukrain als bedenkliches Arzneimittel eingestuft. Es besteht der begründete Verdacht, dass das Präparat bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die ein medizinisch vertretbares Maß übersteigen.
Nein, das BfArM betont ausdrücklich, dass für Angehörige von Heilberufen ein striktes Importverbot für Ukrain nach Deutschland besteht.
Laut der Sicherheitsinformation des BfArM darf Ukrain in Deutschland generell nicht mehr bei Patienten angewendet oder in Verkehr gebracht werden. Dies schließt jegliche weitere Nutzung aus.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: Ukrain: Neue Erkenntnisse hinsichtlich schädlicher Wirkungen des Arzneimittels (BfArM, 2012). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
Ukrain: BfArM warnt vor der Anwendung
Rote-Hand-Brief zu▼Picato® (Ingenolmebutat): Ruhen der Zulassungen aufgrund des Risikos von malignen Hautveränderungen
AkdÄ: Information des BfArM zu Chlorhexidin: Anhaltende Hornhautverletzungen und erhebliche Sehbehinderungen
Unfraktioniertes Heparin: Aktuelle Informationen zum Rückruf von Injektionslösungen
Rote-Hand-Brief zu Ulipristalacetat 5 mg: Keine Anwendung zur Behandlung von Gebärmuttermyomen während des laufenden Bewertungsverfahrens zum Risiko für Leberschädigungen
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen