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Tonsillo-Pharyngitis: Diagnostik und Antibiotikagabe

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie befasst sich mit der konservativen und operativen Therapie der Tonsillo-Pharyngitis bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Eine präzise Unterscheidung zwischen einer isolierten Pharyngitis und einer Tonsillitis wird als essenziell erachtet.

Laut Leitlinie ist diese Differenzierung besonders für die Stellung einer Operationsindikation von Bedeutung. Halsschmerzen verursachen häufig Fehlzeiten in Schule und Beruf und schränken die Lebensqualität der Betroffenen stark ein.

Zudem wird betont, dass ungezielte Antibiotikagaben die Resistenzentwicklung fördern. Unnötige Operationen bergen das Risiko potenziell lebensbedrohlicher Blutungskomplikationen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass klinische Scoring-Systeme wie Centor oder McIsaac ihre Stärke vor allem im Ausschluss einer GABHS-assoziierten Infektion haben und nur bei symptomatischen Personen angewendet werden sollen. Es wird darauf hingewiesen, dass ein positiver Streptokokken-Nachweis bei einem asymptomatischen Kind keinen Krankheitswert besitzt und keine Therapie rechtfertigt. Zudem wird klargestellt, dass die oft zitierte Fokussanierung als Operationsindikation für eine Tonsillektomie nicht evidenzbasiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist ein Schnelltest nur bei Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 15 Jahren mit einem Centor-, McIsaac- oder FeverPAIN-Score von mindestens 3 sinnvoll. Bei Erwachsenen oder bei einem niedrigeren Score wird von einem Test abgeraten.

Die Leitlinie gibt an, dass die antibiotische Therapie bei einem guten klinischen Verlauf bereits nach 5 Tagen beendet werden kann. Eine längere Gabe ist bei unkomplizierten Verläufen nicht zwingend erforderlich.

Eine operative Entfernung wird gemäß Leitlinie empfohlen, wenn in den letzten 12 Monaten mindestens 7 Episoden, in den letzten 24 Monaten jährlich mindestens 5 Episoden oder in den letzten 36 Monaten jährlich mindestens 3 Episoden auftraten.

Bei Personen unter 15 Jahren definiert die Leitlinie eine Episode als Halsschmerzen plus Fieber über 38,3°C, Tonsillenexsudat, druckdolente Halslymphknoten oder GABHS-Nachweis. Bei Personen über 15 Jahren müssen die Halsschmerzen eindeutig durch eine akute Tonsillitis verursacht sein und die Alltagsgestaltung verhindern.

Ja, die Leitlinie stuft die Tonsillotomie als Alternative ein, wenn gleichzeitig eine Tonsillenhyperplasie ab Brodsky-Grad I vorliegt. Es wird jedoch empfohlen, über das Risiko einer späteren sekundären Tonsillektomie aufzuklären.

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Quelle: Therapie der Tonsillo-Pharyngitis (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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