Terlipressin bei HRS-1: Risiken und Kontraindikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das hepatorenale Syndrom Typ 1 (HRS-1) ist eine rasch fortschreitende Nierenfunktionsstörung, die als schwere Komplikation bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen auftritt. Terlipressin wird in diesem klinischen Setting häufig zur Therapie eingesetzt.

Der Rote-Hand-Brief der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2022 warnt vor neu erkannten Sicherheitsrisiken. Grundlage dieser Warnung ist eine placebokontrollierte Doppelblindstudie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Terlipressin plus Albumin bei HRS-1.

In dieser Studie wurde eine höhere Inzidenz von schwerer oder letaler Ateminsuffizienz festgestellt als bisher in der Produktinformation angegeben. Zudem traten Sepsis und septischer Schock jeglicher Ursache unter Terlipressin häufiger auf als in der Placebo-Gruppe.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis des Rote-Hand-Briefs ist die Notwendigkeit, respiratorische Probleme vor Therapiebeginn zu adressieren. Es wird dringend empfohlen, Personen mit bestehenden oder neuen Atembeschwerden erst vollständig zu stabilisieren, bevor die initiale Terlipressin-Dosis verabreicht wird.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief der AkdÄ warnt vor einem erhöhten Risiko für schwere oder letale Ateminsuffizienz. Zudem wurde in Studien eine erhöhte Rate an Sepsis und septischem Schock unter der Therapie festgestellt.

Laut Sicherheitsinformation sollte die Gabe bei einem Serumkreatinin von ≥ 442 µmol/l (5,0 mg/dl) in der Regel vermieden werden. Bei diesen Werten ist die Mortalität erhöht und die Wirksamkeit des Medikaments vermindert.

Das Dokument weist darauf hin, dass eine intravenöse Dauerinfusion vorteilhaft sein kann. Die Rate schwerwiegender Nebenwirkungen ist bei einer kontinuierlichen Infusion möglicherweise niedriger als bei einer Bolusgabe.

Es wird empfohlen, den respiratorischen Status genau zu evaluieren. Bei neu auftretenden Atembeschwerden oder einer Verschlechterung bestehender Atemwegserkrankungen muss zunächst eine Stabilisierung erfolgen, bevor das Medikament verabreicht wird.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Terlipressin: Schwere oder letale Ateminsuffizienz und Sepsis/septischer Schock bei Patienten mit hepatorenalem Syndrom Typ (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.