StatPearls2026

Alteplase (tPA) Therapie: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung behandelt den Einsatz von Alteplase, einem rekombinanten Gewebeplasminogenaktivator (tPA). Der Wirkstoff fördert die Fibrinolyse durch die Umwandlung von Plasminogen in Plasmin, was zum Abbau von Blutgerinnseln führt.

Alteplase ist in den USA für die Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls, des ST-Hebungs-Myokardinfarkts (STEMI) und der massiven Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität zugelassen. Zudem wird es zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit von verschlossenen zentralvenösen Kathetern eingesetzt.

Die Therapie ist stark zeitabhängig und erfordert eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Blutungsrisiko. Eine genaue gewichtsadaptierte Dosierung ist laut Leitlinie essenziell, um Komplikationen zu minimieren.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für den Einsatz von Alteplase:

Diagnostik und Vorbereitung

Vor der Thrombolyse bei einem ischämischen Schlaganfall wird eine native Computertomografie (CCT) empfohlen, um eine intrakranielle Blutung auszuschließen.

Zudem wird eine Bestimmung des Blutzuckerspiegels gefordert, da Hypo- und Hyperglykämien Schlaganfallsymptome imitieren können. Bei Personen unter Antikoagulation müssen laut Leitlinie die Gerinnungsparameter (PT, PTT, INR) kontrolliert werden.

Indikationsstellung

Die Leitlinie nennt folgende primäre Indikationen für eine systemische Thrombolyse:

  • Akuter ischämischer Schlaganfall innerhalb von 3 Stunden nach Symptombeginn

  • Akute massive Lungenembolie mit hämodynamischer Instabilität

  • STEMI, wenn eine perkutane Koronarintervention (PCI) nicht innerhalb von 120 Minuten verfügbar ist

Monitoring und Komplikationsmanagement

Es wird ein engmaschiges Monitoring von Hämoglobin, Hämatokrit und Gerinnungsparametern empfohlen. Ein Fibrinogenspiegel unter 150 mg/dL kann laut Leitlinie auf ein erhöhtes Blutungsrisiko hinweisen.

Bei schweren Blutungen oder einer Überdosierung wird ein sofortiger Abbruch der Infusion empfohlen. Zur Behandlung können Antifibrinolytika wie Tranexamsäure sowie Kryopräzipitat bei niedrigem Fibrinogen eingesetzt werden.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsschemata für Alteplase vor:

IndikationDosierungMaximale Dosis
Lungenembolie10 mg als Bolus, gefolgt von 90 mg als Infusion über 2 Stunden100 mg
Ischämischer Schlaganfall (≤ 100 kg)0,09 mg/kg als Bolus (über 1 Min.), gefolgt von 0,81 mg/kg als Infusion (über 60 Min.)90 mg
Ischämischer Schlaganfall (> 100 kg)9 mg als Bolus (über 1 Min.), gefolgt von 81 mg als Infusion (über 60 Min.)90 mg
STEMI (≥ 67 kg)15 mg Bolus, dann 50 mg über 30 Min., dann 35 mg über 60 Min.100 mg
STEMI (< 67 kg)15 mg Bolus, dann 0,75 mg/kg über 30 Min., dann 0,5 mg/kg über 60 Min.100 mg
Katheterverschluss2 mg in das Lumen instillieren, 2 Stunden Einwirkzeit4 mg (bei Wiederholung)

Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist laut Leitlinie keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Leberinsuffizienz wird ein engmaschiges Monitoring empfohlen, da die hepatische Clearance verringert sein kann.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt unter anderem folgende absolute Kontraindikationen für den Einsatz bei ischämischem Schlaganfall:

  • Signifikantes Schädelhirntrauma oder Schlaganfall in den letzten 3 Monaten

  • Verdacht auf Subarachnoidalblutung oder stattgehabte intrakranielle Blutung

  • Intrakranielle Neoplasien, arteriovenöse Malformationen oder Aneurysmen

  • Erhöhter Blutdruck (systolisch > 185 mmHg oder diastolisch > 110 mmHg)

  • Aktive innere Blutungen oder akute Blutungsneigung (z. B. Thrombozyten < 100.000/mm³)

  • Aktuelle Einnahme von Antikoagulanzien mit einer INR > 1,7 oder erhöhten DOAK-Parametern

  • Blutzucker unter 50 mg/dL

Zu den relativen Kontraindikationen zählen laut Leitlinie unter anderem Schwangerschaft, kürzliche große Operationen (innerhalb von 14 Tagen) sowie ein kürzlicher Myokardinfarkt.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, das Körpergewicht bei der Dosierung für den akuten ischämischen Schlaganfall lediglich zu schätzen. Eine ungenaue, überschätzte Gewichtserfassung wird mit einem signifikant höheren Risiko für intrakranielle Blutungen und schlechteren funktionellen Outcomes in Verbindung gebracht. Es wird daher eine exakte Gewichtsbestimmung vor der Alteplase-Gabe empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie beträgt die Gesamtdosis 0,9 mg/kg Körpergewicht, wobei die Maximaldosis auf 90 mg begrenzt ist. Davon werden 10 % als initialer Bolus über eine Minute und die restlichen 90 % als Infusion über 60 Minuten verabreicht.

Die Leitlinie stuft die aktuelle Einnahme von direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) als absolute Kontraindikation bei einem Schlaganfall ein, sofern sensitive Laborparameter erhöht sind. Dies liegt an dem signifikant erhöhten Risiko für intrakranielle Blutungen.

Es wird ein sofortiger Stopp der Infusion empfohlen, da es kein spezifisches Antidot gibt. Die Leitlinie nennt den Einsatz von Antifibrinolytika wie Tranexamsäure sowie die Gabe von Kryopräzipitat, falls der Fibrinogenspiegel unter 150 mg/dL fällt.

Gemäß der StatPearls-Zusammenfassung ist bei einer Nierenfunktionseinschränkung keine Dosisanpassung erforderlich. Der Wirkstoff wird primär über die Leber metabolisiert und nicht renal eliminiert.

Beim akuten ischämischen Schlaganfall wird empfohlen, Heparin für mindestens 24 Stunden nach der Alteplase-Gabe zu pausieren. Bei anderen Indikationen wie STEMI oder Lungenembolie kann eine gleichzeitige Gabe unter engmaschiger aPTT-Kontrolle erfolgen.

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Quelle: StatPearls: Tissue Plasminogen Activator Therapy (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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