StatPearls2026

Alteplase (tPA) Dosierung & Indikation: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt Alteplase als ein Thrombolytikum, das durch rekombinante DNA-Technologie hergestellt wird. Es ist in der klinischen Praxis auch unter dem Namen Gewebeplasminogenaktivator (tPA) bekannt.

Der Wirkstoff wandelt Plasminogen in das proteolytische Enzym Plasmin um, welches anschließend Fibrin und Fibrinogen spaltet. Die intravenös verabreichte Alteplase wird primär über die Leber abgebaut und weist eine initiale Halbwertszeit von weniger als 5 Minuten auf.

Zu den von der FDA zugelassenen Indikationen gehören der akute ischämische Schlaganfall, die Lungenembolie, der akute Myokardinfarkt sowie verschlossene Katheter. Off-Label wird das Medikament laut Quelle auch zur kathetergesteuerten Thrombolyse bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit und tiefer Venenthrombose eingesetzt.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung und Überwachung:

Zubereitung und Verabreichung

Alteplase liegt als lyophilisiertes Pulver vor und wird mit sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert. Die Lösung ist kompatibel mit 0,9%iger Natriumchloridlösung sowie 5%iger Glukoselösung.

Die rekonstituierte Lösung ist bei Raumtemperatur für 8 Stunden stabil. Für die systemische Therapie wird eine Konzentration von 1 mg/ml empfohlen.

Überwachung

Während der intravenösen Therapie wird eine engmaschige Überwachung des neurologischen Status und des Blutdrucks empfohlen. Zudem sollten laut Leitlinie folgende Laborparameter kontrolliert werden:

  • Hämoglobin und Hämatokrit

  • Thrombozyten

  • Fibrinogen

  • Aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT)

Komplikationsmanagement

Bei Auftreten von schweren Blutungen oder Überempfindlichkeitsreaktionen wird ein sofortiger Abbruch der Therapie empfohlen. Es wird eine unterstützende Behandlung angeraten, da kein spezifisches Antidot für Alteplase existiert.

Dosierung

Die Dosierung von Alteplase richtet sich nach der jeweiligen Indikation und dem Körpergewicht. Die maximale Gesamtdosis darf bei systemischer Anwendung 90 mg (Schlaganfall) bzw. 100 mg (Myokardinfarkt) nicht überschreiten.

IndikationDosierungsschemaMaximale Gesamtdosis
Akuter ischämischer Schlaganfall0,9 mg/kg (10 % als IV-Bolus über 1 Min., Rest über 60 Min.)90 mg
Lungenembolie100 mg intravenös über 2 Stunden100 mg
Myokardinfarkt (90-Min.-Infusion, > 67 kg)15 mg Bolus, dann 50 mg über 30 Min., dann 35 mg über 60 Min.100 mg
Myokardinfarkt (90-Min.-Infusion, ≤ 67 kg)15 mg Bolus, dann 0,75 mg/kg über 30 Min., dann 0,5 mg/kg über 60 Min.100 mg
Myokardinfarkt (180-Min.-Infusion, ≥ 65 kg)6-10 mg Bolus, dann 50-54 mg im Rest der 1. Stunde, dann 20 mg/h für 2 Stunden100 mg
Myokardinfarkt (180-Min.-Infusion, < 65 kg)0,075 mg/kg Bolus, dann 0,675 mg/kg im Rest der 1. Stunde, dann 0,25 mg/kg/h für 2 Stunden100 mg
Katheterverschluss2 mg in einer Konzentration von 1 mg/ml direkt in den Katheter instillieren2 mg pro Dosis (Wiederholung nach 2 h möglich)

Bei der Behandlung der Lungenembolie wird empfohlen, gegen Ende oder unmittelbar nach der Alteplase-Infusion eine parenterale Antikoagulation zu beginnen. Dies sollte erfolgen, sobald die aPTT oder Thrombinzeit auf das Zweifache der Norm oder darunter gesunken ist.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt spezifische Kontraindikationen für den Einsatz von Alteplase beim akuten ischämischen Schlaganfall. Bei folgenden Bedingungen darf das Medikament nicht angewendet werden:

  • Intrakranielle Blutung oder Subarachnoidalblutung

  • Innere Blutungen

  • Schlaganfall innerhalb der letzten drei Monate

  • Intrakranielle oder intraspinale Operationen innerhalb der letzten drei Monate

  • Schweres Schädel-Hirn-Trauma innerhalb der letzten drei Monate

  • Intrakranielle Neoplasien, arteriovenöse Malformationen oder Aneurysmen

  • Erkrankungen, die das Blutungsrisiko erhöhen

  • Aktuell schwere, unkontrollierte Hypertonie

Zudem wird darauf hingewiesen, dass Alteplase in die FDA-Schwangerschaftskategorie C fällt. Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren, Stillenden oder in der Pädiatrie vor.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Gerinnungstests können während einer Alteplase-Therapie unzuverlässig sein, da der Wirkstoff das Fibrinogen in den abgenommenen Blutproben abbaut. Zudem wird betont, dass bei einer Überdosierung oder schweren Blutung kein spezifisches Antidot zur Verfügung steht, weshalb die Therapie sofort gestoppt und rein supportiv behandelt werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Die empfohlene Dosis beträgt 0,9 mg/kg Körpergewicht, wobei die maximale Gesamtdosis 90 mg nicht überschreiten darf. Davon werden 10 Prozent als intravenöser Bolus über eine Minute verabreicht, der Rest als Infusion über 60 Minuten.

Nach der Rekonstitution mit sterilem Wasser ist die Lösung bei Raumtemperatur für 8 Stunden stabil. Sie kann laut Quelle auch mit 0,9%iger Natriumchloridlösung oder 5%iger Glukoselösung gemischt werden.

Nein, es existiert kein spezifisches Antidot für Alteplase. Bei schweren Blutungen wird ein sofortiger Abbruch der Therapie sowie eine unterstützende Behandlung empfohlen.

Es wird empfohlen, Hämoglobin, Hämatokrit, Thrombozyten, Fibrinogen und die aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) zu kontrollieren. Dabei ist zu beachten, dass die Gerinnungstests durch den Fibrinogenabbau in der Blutprobe verfälscht sein können.

Zu den absoluten Kontraindikationen zählen unter anderem intrakranielle Blutungen, innere Blutungen, ein Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma in den letzten drei Monaten sowie eine schwere unkontrollierte Hypertonie.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Alteplase (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien