StatPearls2026

Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist durch den retrograden Fluss von Mageninhalt in die Speiseröhre gekennzeichnet. Dies führt häufig zu einer Entzündung der Schleimhaut und verursacht typische Symptome wie Sodbrennen und Regurgitation.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren ein Alter über 50 Jahre, Adipositas, Rauchen sowie der Konsum von Alkohol. Zudem können Medikamente, die den Druck des unteren Ösophagussphinkters senken, wie Nitrate oder Kalziumkanalblocker, einen Reflux begünstigen.

Unbehandelt kann GERD zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Dazu zählen peptische Strikturen, der Barrett-Ösophagus sowie ein erhöhtes Risiko für das distale ösophageale Adenokarzinom.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte für das klinische Management:

Diagnostik

Bei typischen Symptomen ohne Warnzeichen wird ein empirischer Therapieversuch mit einem Protonenpumpeninhibitor (PPI) über acht Wochen empfohlen. Präsentieren sich Betroffene primär mit Brustschmerzen, muss zunächst eine kardiale Ursache ausgeschlossen werden.

Eine weiterführende Diagnostik mittels Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) und ambulanter pH-Metrie ist indiziert, wenn Warnsymptome wie Dysphagie, Gewichtsverlust oder gastrointestinale Blutungen vorliegen. Auch bei einem unzureichenden Ansprechen auf die empirische PPI-Therapie wird eine endoskopische Abklärung empfohlen.

Zur Einteilung der Refluxösophagitis in der Endoskopie wird die Los-Angeles-Klassifikation herangezogen:

GradEndoskopischer Befund
Grad A≥ 1 Schleimhautläsion < 5 mm Länge
Grad B≥ 1 Schleimhautläsion > 5 mm, ohne Überschreiten der Schleimhautfalten
Grad CKonfluierende Läsionen über ≥ 2 Falten, die < 75 % der Zirkumferenz betreffen
Grad DZirkuläre Läsionen, die > 75 % der Zirkumferenz betreffen

Lebensstilmodifikationen

Eine Anpassung des Lebensstils gilt als Basistherapie der GERD. Es wird eine Gewichtsreduktion bei übergewichtigen Personen empfohlen, da bereits ein geringer Gewichtsverlust die Symptomlast reduzieren kann.

Zudem wird angeraten, das Kopfende des Bettes hochzustellen und zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen keine Mahlzeiten mehr einzunehmen. Auslösende Faktoren wie Schokolade, Koffein, Alkohol, scharfe Speisen sowie Nikotin sollten gemieden werden.

Medikamentöse Therapie

Als Mittel der ersten Wahl zur Heilung der erosiven Ösophagitis und zur Symptomkontrolle werden PPI empfohlen. Die Einnahme sollte 30 bis 60 Minuten vor der ersten Mahlzeit des Tages erfolgen.

Bei unzureichendem Ansprechen auf eine Standarddosis kann die Dosis verdoppelt oder auf ein anderes Präparat gewechselt werden. Für Personen mit schwerer erosiver Ösophagitis (Grad C und D) oder einem Barrett-Ösophagus wird eine medikamentöse Langzeittherapie empfohlen.

Kaliumkompetitive Säureblocker (P-CABs) wie Vonoprazan werden als Zweitlinientherapie bei dokumentiertem säurebedingtem Reflux und Versagen einer hochdosierten PPI-Therapie angeführt.

Chirurgische und endoskopische Therapie

Eine chirurgische oder endoskopische Intervention wird bei therapierefraktärer GERD, großen Hiatushernien oder bei Unverträglichkeit der medikamentösen Therapie in Betracht gezogen. Als chirurgischer Goldstandard gilt die laparoskopische Nissen-Fundoplicatio.

Bei stark übergewichtigen Personen mit GERD wird ein Magenbypass (Roux-en-Y) als effektivste operative Maßnahme beschrieben. Vor einem chirurgischen Eingriff wird eine Ösophagusmanometrie empfohlen, um Motilitätsstörungen wie eine Achalasie auszuschließen.

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende spezifische Dosierungen für den kaliumkompetitiven Säureblocker (P-CAB) Vonoprazan:

MedikamentDosisIndikation
Vonoprazan20 mg (oral)Akuttherapie der säureinduzierten erosiven Ösophagitis
Vonoprazan10 mg (oral)Erhaltungstherapie bei abgeheilter Ösophagitis

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Nissen-Fundoplicatio: Dieser Eingriff ist bei Vorliegen einer Achalasie oder einer schweren Dysmotilität (z. B. sklerodermieartiger Ösophagus) kontraindiziert.

  • Prokinetika: Der Einsatz von Metoclopramid oder Domperidon wird aufgrund neurologischer Nebenwirkungen (Spätdyskinesien) und einer QTc-Zeit-Verlängerung nicht zur Standardbehandlung der GERD empfohlen, es sei denn, es liegt gleichzeitig eine Gastroparese vor.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Präsentation von unklaren Brustschmerzen sollte immer zuerst eine kardiale Ischämie ausgeschlossen werden, bevor ein empirischer Therapieversuch mit Protonenpumpeninhibitoren gestartet wird. Zudem ist für den Therapieerfolg entscheidend, dass die PPI-Einnahme strikt 30 bis 60 Minuten vor der ersten Mahlzeit erfolgt, da die Medikamente nur an aktivierte Protonenpumpen binden.

Häufig gestellte Fragen

Eine Endoskopie wird empfohlen, wenn Warnsymptome wie Schluckbeschwerden, Gewichtsverlust oder Blutungen auftreten. Auch bei einem fehlenden Ansprechen auf eine achtwöchige PPI-Therapie ist laut Leitlinie eine endoskopische Abklärung indiziert.

Bei typischen Refluxsymptomen ohne Warnzeichen wird ein empirischer Therapieversuch über acht Wochen empfohlen. Bei Beschwerdefreiheit sollte die Medikation im Anschluss abgesetzt werden.

Radiologische Untersuchungen mit Barium eignen sich laut Leitlinie nicht zur Primärdiagnostik der unkomplizierten GERD. Sie korrelieren nicht zuverlässig mit den Ergebnissen einer pH-Metrie.

Bei einem Versagen der hochdosierten PPI-Therapie können kaliumkompetitive Säureblocker (P-CABs) wie Vonoprazan eingesetzt werden. Alternativ wird eine Reevaluation der Diagnose mittels pH-Metrie oder eine chirurgische Intervention empfohlen.

Substanzen, die den Druck des unteren Ösophagussphinkters senken, können GERD begünstigen. Dazu zählen laut Leitlinie unter anderem Nitrate, Kalziumkanalblocker, Anticholinergika und Theophyllin.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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