StatPearls2026DermatologieChirurgie

Verbrennungen 1. Grades: Wundversorgung und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie befasst sich mit Verbrennungen ersten Grades, die als oberflächliche Verletzungen der epidermalen Hautschicht definiert sind. Zu den häufigsten Ursachen zählen thermische Einwirkungen, chemische Substanzen, elektrische Unfälle sowie Strahlung wie beispielsweise starker Sonnenbrand.

Ab einer Temperatur von über 44 °C kommt es zur Denaturierung zellulärer Proteine und zum Verlust der Kollagenvernetzung. Dies führt zu abnormen osmotischen und hydrostatischen Druckgradienten mit einer Flüssigkeitsverschiebung in die Interstitialräume.

Das betroffene Gewebe wird pathophysiologisch in drei Zonen eingeteilt. Diese umfassen die Koagulationszone mit irreversiblem Gewebeverlust, die Stasiszone mit verminderter Perfusion und die Hyperämiezone, welche die höchste Erholungswahrscheinlichkeit aufweist.

Empfehlungen

Initiale Evaluation

Die initiale Beurteilung von Verbrennungen richtet sich nach dem Schweregrad und folgt dem Advanced Trauma Life Support (ATLS) Protokoll. Es wird eine primäre Untersuchung nach dem ABCDE-Schema sowie eine sekundäre Untersuchung zur Beurteilung von Ausdehnung, Tiefe und zirkulären Wunden empfohlen.

Die betroffene Körperoberfläche wird mithilfe der Neunerregel (Rule of Nines) berechnet und dokumentiert. Bei reinen Verbrennungen ersten Grades treten in der Regel keine assoziierten Atemwegssymptome auf.

Klassifikation der Verbrennungstiefe

Zur Einteilung der Verbrennungstiefe wird das Klassifikationssystem der American Burn Association genutzt:

GradBezeichnungBetroffene Hautschichten
1. GradSuperficialEpidermis (z.B. Sonnenbrand)
2. GradSuperficial partial-thicknessReicht bis in die oberflächliche Dermis
2. GradDeep partial-thicknessReicht bis in die tiefe Dermis
3. GradFull-thicknessReicht durch die gesamte Dermis
4. GradFourth degreeReicht in subkutanes Fett, Muskeln und Knochen

Wundversorgung und Therapie

Verbrennungen ersten Grades gelten als leicht und können ambulant behandelt werden. Folgende Maßnahmen werden zur Versorgung empfohlen:

  • Schmerzlinderung durch orale Analgetika und topische Wirkstoffe (z.B. Silbersulfadiazin, 3% Bismuttribromphenat oder Vaseline-Gaze).

  • Reinigung des Areals zur Entfernung sich ablösender oberflächlicher Hautschichten.

  • Verwendung von nicht-adhäsiven Verbänden, insbesondere bei Kindern in Beugebereichen.

  • Verbandswechsel dreimal wöchentlich, sofern keine Infektion vorliegt.

Management von Infektionen

Tritt eine Infektion auf, ist eine tägliche Wundkontrolle mit Verbandswechsel indiziert. Als medikamentöse Therapie wird eingesetzt:

  • Erstlinientherapie: Flucloxacillin für sieben Tage.

  • Alternativen: Erythromycin oder Clarithromycin (bei Erythromycin-Intoleranz).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Kindern wird besonders vor Hypothermie gewarnt, da sie aufgrund ihrer im Verhältnis größeren Körperoberfläche schneller auskühlen. Zudem wird empfohlen, bei Verbrennungen an Hand- oder Fußrücken, Gesäß, Perineum oder Beinen an nicht-akzidentelle Traumata (Misshandlung) zu denken.

Häufig gestellte Fragen

Die Behandlung umfasst Schmerzlinderung durch orale Analgetika und topische Wirkstoffe wie Vaseline-Gaze. Das Areal wird gereinigt, und es kommen nicht-adhäsive Verbände zum Einsatz, die bei infektionsfreien Wunden dreimal wöchentlich gewechselt werden.

Als Erstlinientherapie wird eine siebentägige Gabe von Flucloxacillin eingesetzt. Bei Unverträglichkeiten stehen Erythromycin oder Clarithromycin als Alternativen zur Verfügung.

Die Ausdehnung der Verbrennung wird standardmäßig mithilfe der Neunerregel (Rule of Nines) abgeschätzt und dokumentiert.

Ein nicht-akzidentelles Trauma wird vermutet, wenn symmetrische Verbrennungen vorliegen oder spezifische Körperregionen wie Gesäß, Perineum, Beine sowie Hand- und Fußrücken betroffen sind.

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Quelle: StatPearls: First Degree Burn (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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