StatPearls2026

Kardiopulmonale Reanimation (CPR): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die kardiopulmonale Reanimation (CPR) ist eine lebensrettende Maßnahme bei Herzstillstand, um die Durchblutung und Sauerstoffversorgung lebenswichtiger Organe aufrechtzuerhalten. Laut der StatPearls-Leitlinie ist Kammerflimmern die häufigste Ursache für einen plötzlichen Herzstillstand bei Erwachsenen.

Ohne rechtzeitige Defibrillation kann ein Hirntod in weniger als 10 Minuten eintreten. Die Überlebensraten variieren stark und liegen bei außerklinischen Herzstillständen bei etwa 10,8 Prozent, während sie im klinischen Setting bis zu 25,5 Prozent erreichen können.

Eine qualitativ hochwertige CPR kann bis zu 33 Prozent des normalen Herzzeitvolumens generieren. Die Leitlinie betont, dass ein sofortiger Beginn der Maßnahmen die Überlebenschancen und das neurologische Outcome signifikant verbessert.

Empfehlungen

Erkennung und Vorbereitung

Die Leitlinie empfiehlt die sofortige Überprüfung der Reaktionsfähigkeit und die Alarmierung des Rettungsdienstes. Es wird empfohlen, Atmung und Puls gleichzeitig für maximal 10 Sekunden zu prüfen. Bei fehlendem Puls oder abnormaler Atmung (z. B. Schnappatmung) wird der sofortige Beginn der CPR empfohlen.

Ablauf der Reanimation (Erwachsene)

Die Reanimation sollte gemäß der Leitlinie nach dem CAB-Schema (Compressions, Airway, Breathing) erfolgen. Das empfohlene Verhältnis von Kompressionen zu Beatmungen beträgt 30:2.

Für die Herzdruckmassage werden folgende Parameter als qualitativ hochwertig definiert:

  • Frequenz von 100 bis 120 Kompressionen pro Minute

  • Drucktiefe von mindestens 5 cm (2 inches)

  • Vollständige Entlastung des Brustkorbs nach jeder Kompression

  • Minimierung von Unterbrechungen der Thoraxkompressionen

Für ungeschulte Laien oder wenn kein Beatmungstuch vorhanden ist, wird eine reine Herzdruckmassage (Compression-only CPR) empfohlen.

Atemwegsmanagement und Defibrillation

Zur Beatmung wird das Überstrecken des Kopfes mit Anheben des Kinns empfohlen. Bei Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung sollte laut Leitlinie stattdessen der Esmarch-Handgriff (Jaw-thrust) ohne Überstrecken des Kopfes angewendet werden.

Sobald ein automatisierter externer Defibrillator (AED) verfügbar ist, sollte dieser umgehend eingesetzt werden. Die Leitlinie betont, dass die Herzdruckmassage während der Vorbereitung des AEDs so kurz wie möglich unterbrochen werden darf.

Klinisches Setting (In-Hospital)

Bei Vorhandensein von zwei professionellen Helfern wird ein Kompressions-Beatmungs-Verhältnis von 15:2 empfohlen. Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor einer Hyperventilation durch zu schnelle Beatmung.

Sobald der Patient intubiert ist, werden kontinuierliche Thoraxkompressionen empfohlen. Die Beatmung erfolgt dann asynchron mit einer Frequenz von 10 Atemzügen pro Minute (ein Atemzug alle 6 Sekunden).

Modifikationen nach Altersgruppen

Die Leitlinie definiert spezifische Anpassungen der Reanimationstechnik in Abhängigkeit vom Alter des Patienten:

AltersgruppeTechnik der KompressionDrucktiefeFrequenz
Erwachsene (ab Pubertät)Beide Hände auf der unteren SternumhälfteMindestens 5 cm (2 inches)100-120/min
Kinder (1 Jahr bis Pubertät)1 oder 2 Hände auf der unteren SternumhälfteEtwa 5 cm (2 inches)100-120/min
Säuglinge (< 1 Jahr)2 Finger knapp unterhalb der MamillarlinieEtwa 4 cm (1,5 inches)100-120/min

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt klare Situationen, in denen eine Reanimation medizinisch aussichtslos oder ethisch unangemessen ist. Eine CPR ist kontraindiziert bei sicheren Todeszeichen wie Rigor mortis (Totenstarre), Dekapitation oder abhängigen Totenflecken (Livores).

Ebenso wird von einer Reanimation abgeraten, wenn eine gültige Patientenverfügung (Do-Not-Resuscitate-Anordnung) vorliegt. Auch bei terminalen Erkrankungen, bei denen eine Erholung höchst unwahrscheinlich ist, kann eine Reanimation gemäß Leitlinie als nicht zielführend eingestuft werden.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die Hyperventilation des Patienten nach erfolgreicher Intubation. Die Leitlinie warnt davor, zu schnell zu beatmen, da ein erhöhter intrathorakaler Druck den venösen Rückstrom zum Herzen behindert und somit den koronaren Perfusionsdruck senkt. Es wird empfohlen, bei intubierten Patienten strikt auf eine Beatmungsfrequenz von nur 10 Atemzügen pro Minute (ein Atemzug alle 6 Sekunden) zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei Erwachsenen eine Drucktiefe von mindestens 5 cm (2 inches) empfohlen. Gleichzeitig wird betont, dass der Brustkorb nach jeder Kompression vollständig entlastet werden muss.

Bei Kindern wird standardmäßig ein Verhältnis von 30 Kompressionen zu 2 Beatmungen empfohlen. Im klinischen Setting mit zwei professionellen Helfern ändert sich dieses Verhältnis gemäß Leitlinie auf 15:2.

Die Leitlinie empfiehlt in diesem Fall die Durchführung einer reinen Herzdruckmassage (Compression-only CPR). Diese sollte ohne Unterbrechung fortgeführt werden, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Es wird der Esmarch-Handgriff (Jaw-thrust) empfohlen, um den Atemweg zu öffnen. Auf das Überstrecken des Kopfes sollte in diesem Fall laut Leitlinie verzichtet werden.

Zu den häufigsten Komplikationen zählen Rippenfrakturen (bis zu 70 Prozent) und Sternumfrakturen (etwa 30 Prozent). Die Leitlinie erwähnt zudem mögliche viszerale Verletzungen wie Lungen- oder Herzkontusionen sowie Pneumothoraces.

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Quelle: StatPearls: Cardiopulmonary Resuscitation (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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