StatPearls2026

Reanimation abbrechen: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie behandelt die prähospitale Entscheidung über Beginn und Abbruch von Reanimationsmaßnahmen (CPR) durch den Rettungsdienst. Historisch wurden Patienten unter laufender Reanimation transportiert, was jedoch zunehmend hinterfragt wird.

Aktuelle Daten zeigen, dass eine qualitativ hochwertige CPR am Notfallort bis zum Erreichen eines Spontankreislaufs (ROSC) die Patientenversorgung optimieren kann. Die Überlebensraten bei einem außerklinischen Herzstillstand (OHCA) sind mit unter 11 Prozent insgesamt sehr gering.

Ein Transport unter laufender Reanimation birgt zudem erhebliche Risiken für das Rettungsfachpersonal durch Verkehrsunfälle. Gleichzeitig bindet ein solcher Transport wichtige Ressourcen, die für andere Notfälle in der Gemeinde fehlen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum Umgang mit dem außerklinischen Herzstillstand:

Verzicht auf Reanimationsbeginn

Laut Leitlinie (basierend auf AHA-Vorgaben) wird empfohlen, in bestimmten Situationen keine Reanimation zu beginnen. Dies gilt für folgende Szenarien:

  • Gefahr für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit der Retter

  • Eindeutige klinische Zeichen des irreversiblen Todes (z. B. Rigor mortis, Totenflecke, Dekapitation, Transection, Verwesung)

  • Vorliegen einer gültigen Patientenverfügung (DNR) oder einer POLST-Anordnung, die eine Reanimation ausschließt

Nicht-traumatischer Herzstillstand

Es wird empfohlen, bei nicht-traumatischen Ursachen evidenzbasierte Kriterien für den Abbruch der Reanimation (TOR) anzuwenden. Es wird eine Reanimationsdauer von mindestens 20 Minuten am Notfallort empfohlen, bevor ein Abbruch erwogen wird.

Für ALS-Provider (Advanced Life Support) nennt die Leitlinie folgende spezifische Kriterien, die für einen Abbruch vollständig erfüllt sein müssen:

KriteriumBedingung für Reanimationsabbruch
Alter≥ 18 Jahre
Reanimationsdauer> 20 Minuten durch den Rettungsdienst
Initialer RhythmusAsystolie oder pulslose elektrische Aktivität (PEA)
RhythmusverlaufAnhaltende Asystolie/PEA (kein Kammerflimmern/Kammertachykardie)
Spontankreislauf (ROSC)Nicht erreicht
DefibrillationKeine Schockabgabe erfolgt
BeobachtungHerzstillstand wurde vom Rettungsdienst nicht beobachtet
Kapnografie (ETCO2)< 10 mmHg trotz effektiver CPR bei gesichertem Atemweg

Traumatischer Herzstillstand

Die Pathophysiologie des traumatischen Herzstillstands unterscheidet sich grundlegend, weshalb hier andere Kriterien gelten. Ein Verzicht auf Reanimation wird gemäß Leitlinie in folgenden Fällen empfohlen:

  • Verletzungen, die nicht mit dem Leben vereinbar sind (z. B. Dekapitation, Hemikorporektomie)

  • Stumpfes oder penetrierendes Trauma mit Zeichen eines längeren Herzstillstands (Totenflecke, Totenstarre)

  • Stumpfes Trauma bei Patienten, die bei Eintreffen des Rettungsdienstes apnoisch und pulslos sind sowie keine organisierte Herzaktion aufweisen

  • Penetrierendes Trauma bei Patienten, die bei Eintreffen pulslos und apnoisch sind und keine weiteren Lebenszeichen zeigen

Pädiatrische Patienten

Die Leitlinie stellt fest, dass die Überlebensraten bei pädiatrischem OHCA ebenfalls sehr gering sind. Dennoch gibt es derzeit keine allgemein akzeptierten Richtlinien für den prähospitalen Abbruch der Reanimation bei Kindern.

Kontraindikationen

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem routinemäßigen Transport von Patienten unter laufender Reanimation. Es wird betont, dass dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko für das Rettungspersonal durch mögliche Verkehrsunfälle darstellt.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Qualität der Herzdruckmassage während der Fahrt im Rettungswagen stark abnimmt.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass ein Transport unter laufender Reanimation bei Patienten mit äußerst geringer Überlebenschance vermieden werden sollte. Es wird empfohlen, sich auf eine qualitativ hochwertige Reanimation am Notfallort für mindestens 20 Minuten zu konzentrieren und bei Erfolglosigkeit die Todesfeststellung vor Ort durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie darf auf eine Reanimation verzichtet werden, wenn eine Gefahr für die Retter besteht oder eindeutige Todeszeichen wie Totenstarre oder Totenflecke vorliegen. Auch eine gültige DNR-Anordnung (Do Not Resuscitate) rechtfertigt den Verzicht.

Es wird empfohlen, mindestens 20 Minuten lang am Notfallort eine qualitativ hochwertige Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen. Erst danach sollte gemäß den lokalen Protokollen ein Abbruch erwogen werden.

Die Leitlinie nennt als Hauptkriterien einen unbeobachteten Herzstillstand, das durchgehende Fehlen eines schockbaren Rhythmus und das Ausbleiben eines Spontankreislaufs (ROSC). Bei ALS-Providern stützt ein endtidaler CO2-Wert von unter 10 mmHg die Abbruchentscheidung.

Nein, die Leitlinie weist darauf hin, dass es für pädiatrische Patienten derzeit keine allgemein akzeptierten Richtlinien für den prähospitalen Abbruch einer Reanimation gibt. Bei Kindern besteht weiterhin eine große Zurückhaltung, lebensrettende Maßnahmen vor Ort einzustellen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: EMS Termination Of Resuscitation And Pronouncement of Death (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien