Herz-Kreislauf-Stillstand: BLS, ACLS und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Herz-Kreislauf-Stillstand ist definiert als das Aussetzen einer effektiven Atmung und Blutzirkulation. Laut der StatPearls-Leitlinie sind bei Erwachsenen primär kardiale Ereignisse ursächlich, wobei das Kammerflimmern in 50 bis 80 Prozent der Fälle den zugrunde liegenden Mechanismus darstellt.

Etwa 75 Prozent der kardialen Ereignisse sind auf eine koronare Herzkrankheit zurückzuführen. Weitere Ursachen umfassen respiratorische Insuffizienzen wie Atemwegsobstruktionen oder Lungenembolien sowie traumatische Ereignisse.

Die Leitlinie betont, dass Männer in jüngerem und mittlerem Alter häufiger betroffen sind als Frauen. Diese Geschlechterdifferenz gleicht sich jedoch mit zunehmendem Alter an.

Empfehlungen

Die Leitlinie gliedert das Management in fünf Phasen: initiale Evaluation mit Basic Life Support (BLS), Defibrillation, Advanced Cardiac Life Support (ACLS), Post-Reanimations-Behandlung und Langzeitmanagement.

Diagnostik

Die Diagnose wird klinisch durch Bewusstlosigkeit, fehlenden Karotispuls und abnormale Atmung gestellt. Es wird empfohlen, die kardiopulmonale Reanimation (CPR) für Blutentnahmen oder radiologische Untersuchungen nicht zu unterbrechen.

Point-of-Care-Diagnostik wie Blutzucker- oder Kaliumbestimmungen sowie Ultraschall können laut Leitlinie durchgeführt werden. Dies wird jedoch nur empfohlen, sofern die Reanimationsbemühungen dadurch nicht verzögert werden.

Basic Life Support (BLS)

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für eine qualitativ hochwertige CPR:

  • Beginn der Thoraxkompressionen innerhalb von 10 Sekunden nach Diagnosestellung.

  • Kompressionsrate von 100 bis 120 pro Minute bei einer Tiefe von 2 bis 2,4 Zoll (ca. 5 bis 6 cm).

  • Verhältnis von 30 Kompressionen zu 2 Beatmungen.

  • Vollständige Entlastung des Thorax nach jeder Kompression ermöglichen.

  • Minimierung von Unterbrechungen und Vermeidung exzessiver Beatmung.

Defibrillation

Die frühzeitige Defibrillation wird als essenzieller Faktor für das Überleben hervorgehoben. Es wird ein biphasischer Defibrillator gegenüber einem monophasischen bevorzugt.

Laut Leitlinie sollte eine Einzel-Schock-Strategie anstelle von gestapelten Schocks (stacked shocks) angewendet werden. Wenn die empfohlene Energiedosis des Herstellers nicht bekannt ist, wird die Verwendung der Maximaldosis empfohlen.

Advanced Cardiac Life Support (ACLS)

Nach erfolgloser Defibrillation wird die medikamentöse Therapie mit Epinephrin empfohlen. Nach zwei bis drei erfolglosen Defibrillationsversuchen sollte eine sofortige Intubation und eine arterielle Blutgasanalyse erfolgen.

Bei persistierender Azidose nach Intubation und erfolgreicher Defibrillation kann eine Pufferung mit Natriumbicarbonat erwogen werden. Bei rezidivierender elektrischer Instabilität wird eine antiarrhythmische Therapie mit Amiodaron empfohlen.

Reversible Ursachen (H's und T's)

Die Leitlinie fordert die Identifikation und Behandlung reversibler Ursachen während der Reanimation. Dazu gehören:

  • Hypovolämie, Hypoxie, Hypothermie, Hypo-/Hyperkaliämie und Azidose (H's).

  • Spannungspneumothorax, toxische Überdosierungen, Thromboembolien, Myokardinfarkt und Herzbeuteltamponade (T's).

Dosierung

MedikamentDosierungIndikation / Bemerkung
Epinephrin1 mg i.v. (Wiederholung alle 3-5 Minuten)Nach erfolgloser Defibrillation
VasopressinKeine spezifische DosisangabeAlternative zu Epinephrin
Amiodaron150 mg über 10 Min., dann 1 mg/h für 6 h, dann 0.5 mg/h für 18 hBei rezidivierender elektrischer Instabilität und erfolgloser Defibrillation
Natriumbicarbonat1 mEq/kg initial, 50 % der Dosis nach 10 Min. wiederholenBei persistierender Azidose nach Intubation und Defibrillation
CalciumgluconatKeine spezifische DosisangabeNur bei Hyperkaliämie oder Überdosierung von Calciumkanalblockern

Kontraindikationen

Die Leitlinie rät von der routinemäßigen Anwendung von Calciumgluconat ab, da dies als nicht sicher gilt. Der Einsatz ist streng auf Patienten mit Hyperkaliämie oder einer letalen Überdosis von Calciumkanalblockern beschränkt.

Zudem wird betont, dass exzessive Beatmungen während der Reanimation zwingend vermieden werden sollen. Die kardiopulmonale Reanimation darf für Blutentnahmen oder radiologische Untersuchungen nicht unterbrochen werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, die kardiopulmonale Reanimation für Blutentnahmen oder radiologische Untersuchungen zu unterbrechen. Zudem wird betont, dass die routinemäßige Gabe von Calciumgluconat nicht als sicher gilt und ausschließlich bei Hyperkaliämie oder einer Überdosierung von Calciumkanalblockern indiziert ist. Es wird empfohlen, bei der Defibrillation eine Einzel-Schock-Strategie anstelle von gestapelten Schocks anzuwenden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Kompressionsrate von 100 bis 120 pro Minute empfohlen. Die Kompressionstiefe sollte bei Erwachsenen zwischen 2 und 2,4 Zoll (etwa 5 bis 6 cm) liegen.

Die Leitlinie empfiehlt die intravenöse Gabe von 1 mg Epinephrin nach einer erfolglosen Defibrillation. Diese Dosis kann alle drei bis fünf Minuten wiederholt werden.

Es wird empfohlen, die sogenannten H's und T's als reversible Ursachen zu evaluieren. Dazu zählen unter anderem Hypovolämie, Hypoxie, Hypo- oder Hyperkaliämie, Spannungspneumothorax, Toxine und Thromboembolien.

Point-of-Care-Ultraschall kann laut Leitlinie zur Beurteilung der Herzaktivität eingesetzt werden. Dies wird jedoch nur empfohlen, wenn dadurch die Reanimationsbemühungen nicht unterbrochen werden.

Die Leitlinie empfiehlt Natriumbicarbonat bei Patienten, die auch nach Intubation und erfolgreicher Defibrillation weiterhin azidotisch sind. Die initiale Dosis beträgt 1 mEq/kg Körpergewicht.

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Quelle: StatPearls: Cardiopulmonary Arrest in Adults (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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